Feuerwehrabzeichen in Gold für Kommandant Heinz Pickel
„Wenn man ihn braucht, ist er zur Stelle“

Würdigungen standen bei der Augsberger Wehr an (von links): Simon Meyer (Nachwuchsehrung), Kreisbrandrat Fredi Weiß, Jubilar Fritz Kopp, Kreisbrandmeister Helmut Neidel, Jubilar Heinz Pickel, 2. Vorsitzender Jörg Flierl, Bürgermeister Dieter Dehling und Thorsten Jobst (Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Illschwang). Bild: no
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Illschwang
03.03.2016
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Eine besondere Ehrung wurde Heinz Pickel, dem Kommandanten der Feuerwehr Augsberg, in der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus in Illschwang zuteil. Kreisbrandrat Fredi Weiß überreichte ihm, gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Dehling, das Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Die gleiche Auszeichnung bekam Fritz Kopp.

Weiß würdigte das hervorragende Engagement Pickels. Seit 28 Jahren ist er mittlerweile als Kommandant tätig und der "Motor der Wehr". In der Gemeinde ist er für alle Wehren der Hauptverantwortliche für die Einführung des Digitalfunks. Er wirkt auch im Verbandsausschuss mit und legte 1988 das Leistungsabzeichen in der höchsten Stufe Goldrot ab. Wann immer es seine Zeit zulässt, beteiligt er sich an den Übungen oder Einsätzen. "Wenn man ihn braucht, ist er zur Stelle", lobte ihn der Kommandant. Heinz Pickel und Fritz Kopp bekamen vom Kreisbrandrat einen Gutschein für einen einwöchigen Urlaub im Feuerwehr-Erholungsheim in Bayerisch Gmain überreicht.

Intensive Diskussionen gab es um den Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Ritzenfeld. Kommandant Heinz Pickel erläuterte die Notwendigkeit der Maßnahme. Im bisherigen Gebäude können nur das Fahrzeug und die Ausrüstung der Aktiven untergebracht werden. Das Gebäude ist nicht isoliert. Da keine Heizung vorhanden, gebe es Probleme in der kalten Jahreszeit, weil die Anzüge zu schimmeln anfangen, erläuterte Pickel. Im Vorfeld wurden vergleichbare Neubauten der Kollegen aus Immenstetten und Brunn (Gemeinde Lauterhofen) besichtigt. Der Kommandant stellte einen möglichen Entwurf vor. Es soll ein einfach strukturiertes Gebäude mit Fahrzeughalle, Unterrichtsraum, Toiletten und einem Abstellraum entstehen. Eine Holzständerbauweise wird bevorzugt. Die Gesamtkosten werden auf 120 000 Euro geschätzt. Mit einem Staatszuschuss von 57 000 Euro kann gerechnet werden. Hinzu käme Geld von der Gemeinde und Eigenmittel aus der Kasse. Die Verantwortlichen hoffen auf eine stattliche Zahl an freiwilligen Stunden, die von den Mitgliedern erbracht werden sollten. Die Planungen werden vorangetrieben. Die Entscheidung soll in einer Mitgliederversammlung fallen.

Die Augsberger haben gegenwärtig 52 Mitglieder, wovon 28 aktiv sind. Erfreulich ist, dass zwei Jugendliche eingetreten sind. 2. Vorsitzender Jörg Flierl erinnerte an den Festzug beim Doppeljubiläum in Illschwang und die Ritzenfelder Kirwa. Ein Helferessen gab es im Landgasthaus Schmidt in Aichazandt.

Kommandant Heinz Pickel berichtete von 13 Einsätzen im vergangenen Jahr. "Dies war ein Rekord." Allein fünf Mal ging es um die Beseitigung von auf der Straße liegenden Bäumen, des Weiteren um technische Hilfeleistungen und zwei Mal um Brandeinsätze. Eine Person, die unter einem Baum eingeklemmt war, konnte befreit werden. 19 Aktive erbrachten insgesamt 143 Stunden.

Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, fanden 16 Übungen statt, darunter fünf mit dem Funkgerät auf Gemeindeebene. Bei der Aktionswoche ging es um den Brand eines Nebengebäudes des alten Sportheims. Eine besondere Herausforderung war für die Wehr die Übernahme der vorletzten Wechselstation in Pesensricht vor dem Zieleinlauf in Illschwang. Unterstützung bekam man dabei durch die Wehren aus Ammerthal, Angfeld und Dietersberg. Pickel informierte über die Neuerung, dass die Ortschaft Götzendorf bei einer Alarmierung der Augsberger Wehr zukünftig an erster Stelle steht. An das jugendliche Neumitglied Simon Meyer überreichte er die Urkunde für das Bestehen des Wissenstests.

Lobende WorteBürgermeister Dieter Dehling freute sich, dass Jugendliche für den Feuerwehrdienst gewonnen wurden. Gut funktioniere die Zusammenarbeit mit der Stützpunktwehr, deren Kommandant Thorsten Jobst an der Versammlung teilnahm. Dehling beglückwünschte die Jubilare. Kreisbrandrat Fredi Weiß lobte die hervorragende Kameradschaft bei der Augsberger Wehr. Sie sei die Voraussetzung, um die Herausforderungen des vielfältigen Einsatzspektrums zu leisten. (no)
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