Gemeinderat Illschwang beschließt Austausch der letzten 74 Quecksilberdampflampen
Ende der Stromfresser naht

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Illschwang
30.03.2016
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Dietersberg. Für die Umrüstung der Quecksilberdampflampen auf LED-Technik machte sich die CSU/BV-Fraktion im Illschwanger Gemeinderat stark. Zudem beantragte sie, auf die Nachtabschaltung zwischen 1 und 5 Uhr zu verzichten. Mittel sollten in den kommenden vier Jahren im Haushalt eingeplant werden, verlangte Thomas Dirler.

Dirler erinnerte an das seit 1. Januar gültige Verbot, Lampen mit Quecksilber herzustellen. Zudem seien sie große Stromfresser. Mit der Umrüstung wolle die CSU/BV die Energiewende vorantreiben. Die zukunftsweisende LED-Technik sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Durch den flächendeckenden Einsatz im gesamten Gemeindegebiet könne die Kommune mit einem bis zu 65 Prozent niedrigeren Energieverbrauch rechnen.

Unbehagen bei Bürgern


Zum zweiten Teil des CSU/BV-Antrags erklärte Dirler, dass weite Bevölkerungsteile ihr Unbehagen gegenüber der Nachtabschaltung äußerten. Er merkte dazu an, dass es eine gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtungspflicht nicht gibt. Der Beschluss des Gemeinderats sei damals mit einer Energieeinsparung begründet worden. Durch die LED-Technik mit der Möglichkeit, die Beleuchtung in den Nachtstunden zurückzufahren, ergebe sich eine neue Situation.

Keine Vorab-Information


2. Bürgermeister Benjamin Hiltl wollte seine Zustimmung zum Ende der Nachtabschaltung erst dann geben, wenn die Lampen in der Gemeinde komplett umgerüstet sind. Hans Pickel bedauerte, dass die anderen Fraktionen nicht schon vor der Beratung des Antrags Zahlenmaterial bekommen hätten. So sei es für die UWG schwer, gleich zuzustimmen.

Elke Pirner brachte das Pilotprojekt "Schlaues Licht" des Bayernwerks ins Gespräch. LED-Lampen könnten so programmiert werden, dass ihre Leistung nachts um die Hälfte zurückgedreht wird. Sie schlug vor, mit dem Bayernwerk konkrete Gespräche zu führen.

Hans Pirner zeigte für den Austausch der Quecksilberlampen Verständnis. Weiterreichende Maßnahmen hielt er gegenwärtig für nicht erforderlich. Ernst Herbst brachte in die Diskussion, dass man als eventuell zukünftiger Selbstbetreiber einen Zuschuss bekommen könnte. Allerdings müssten dann Wartungskosten zwischen 12 000 und 13 000 Euro gestemmt werden. Richard Koller hielt entgegen, dass der Aufwand bei der LED-Technik geringer ausfalle.

Bürgermeister Dieter Dehling erläuterte, dass es in der Gemeinde noch 74 Quecksilberdampflampen gibt. Ein Angebot des Bayernwerks, sie umzurüsten, liege bei circa 43 000 Euro. Kämmerer Heinz Aust stellte sich das in zwei Schritten vor.

Nachts bleibt's finster


Der Gemeinderat entschied sich dafür, die Energiefresser heuer im Zusammenhang mit der Wartung austauschen zu lassen. Für den Vorstoß der CSU/BV, die Nachtabschaltung zu beenden, gab es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Mehrheit.

Zustimmung fanden die Bauvoranfrage von Monika Schlegl, die das Wohnhaus in der Weiherstraße aufstocken möchte, und der Bauantrag von Werner Englhard aus Ödputzberg. Er will das Dachgeschoss ausbauen und Gauben anbringen.

Gemeinde setzt FristDie Familie Aufschneider prangerte den Zustand eines Wegs am westlichen Ortsrand von Aichazandt an. Während der Flurbereinigung sei er bestens ausgebaut worden. Jetzt bestehe er nur noch aus Schlamm, Wasserlöchern und Silorückständen - nicht verwunderlich angesichts mehrerer großer Silodepots auf dem Ackerboden. Deshalb beantragte die Familie, dass der Gemeinderat alles daran setzt, eine für alle Dorfbewohner akzeptable Lösung zu finden. Notfalls müsse den Verursachern untersagt werden, den Weg zum Zweck des Silobaus zu befahren.

Bürgermeister Dieter Dehling berichtete von einem Ortstermin des Bauausschusses. Er zeigte Verständnis für den Antrag. In den vergangenen Wochen sei ein Stück des Weges von den Verursachern aufgeschottert worden. Es gebe Hoffnung, dass der untragbare Zustand beendet werde. Ein Problem sei sicherlich, dass die Silage auf nicht befestigtem Untergrund lagere. Der Gemeinderat gestand den Verursachern eine Frist von vier Wochen zu, um den gesamten Weg wieder vernünftig nutzbar zu machen. (no)
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