Jahreshauptversammlung der Waldbesitzervereinigung Illschwang-Birgland
Holzpreise bleiben stabil

Die Vorsitzenden der Waldbauern Illschwang-Birgland mit (von links) Bürgermeister Dieter Dehling, Vorsitzenden Hans Schmidt, 3. Vorsitzenden Bernd Ibler und Referent Helmut Giel. Bild: sis
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Illschwang
12.03.2016
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Zur Jahreshauptversammlung der Waldbesitzervereinigung Illschwang-Birgland im Landhotel Nägerl begrüßte Vorsitzender Hans Schmid viele Gäste. Die Waldbauern Illschwang-Birgland sind eine der kleinsten Vereinigungen in der Oberpfalz, so der Geschäftsführer Reinhard Rösel. Sie hat 376 Mitglieder mit einer Fläche von 4580 Hektar. Vermarktet wurde Holz im Wert von knapp einer Million Euro. Dafür wurden 15 590 Einheiten an die Abnehmer geliefert, erklärte Rösel.

Abnehmer Sägewerke


Hauptabnehmer der WBV sind die Sägewerke Heckenstaller, Spies, Gelo und Klausner. Die Schule in Illschwang, das Freibad, die katholische Kirche in Illschwang und der Landgasthof Nägerl werden mit 5500 Kubikmetern Hackschnitzel von Mitgliedern beliefert.

Die Maschinen der Waldbauernvereinigung sind gut ausgelastet und verursachten in 2014 weniger Reparaturkosten, erklärte Rösel weiter. Der Kassenbericht fiel entsprechend positiv aus. Der Referent des Nachmittags, Dipl.-Forstwirt Helmut Giel, beantwortete die Frage: "Forstcontainerpflanzen - eine echte Alternative zu wurzelnackten Pflanzen?" Detailgenau erläuterte Giel diese Frage. Er erklärte den Waldbauern den Weg des Pflanzsaatgutes über die Einsaat zur Anzucht bis hin zur Auslieferung an den Waldbauern. Anhand von Gebietskarten kann der Waldbauer sein Pflanzgut je nach Art, Herkunft und Höhenlage zusammenstellen.

Der Samen wird dann in die Lieco-System-Container gelegt (wie bei Topfpflanzen), und dort drei Jahre herangezogen, bevor die Jungpflanzen zum Versetzen an die Kunden ausgeliefert werden. "Die Containerpflanzen haben gegenüber den herkömmliche Nacktwurzelpflanzen einen Anwuchsvorteil von bis zu drei Jahren." Dies zeigte der Referent anhand von Beispiel-Bildern aus ganz Deutschland und Österreich.

Einstimmig wiedergewählt wurde der Vorsitzende Hans Schmid aus Eckertsfeld. Ebenso in seinem Amt als Stellvertreter wurde Dieter Dehling aus Ottmannsfeld bestätigt. Der bisherige 3. Vorsitzende, Josef Hollweck aus Götzendorf, legte nach 15 Jahren sein Amt nieder. An seine Stelle wurde Bernd Ibler aus Ödputzberg einstimmig gewählt. Bürgermeister Dieter Dehling bedankte sich bei Helmut Giel mit einem Geschenk für das Referat. Forstdirektor Richard Scheckelmann informierte in seinem Grußwort über das Waldförderprogramm und über Fortbildungskurse. Einen Ausblick für das kommende Jahr gab der Geschäftsführer Reinhard Rösel.

Die Holzpreise bleiben demnach stabil, besonders Stammholz sei gesucht. Wer einen Einschlag oder eine Durchforstung plant, soll den Geschäftsführer Rösel oder Förster Hans Eiber kontaktieren.
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