Ministranten aus Illschwang fünf Tage auf Wallfahrt in Polen
Gottesdienst im Salzbergwerk

Das Gruppenbild der Wallfahrer aus Illschwang entstand in Tschenstochau. Pfarrer Markus Priwratzky (rechts vorne) und Oberministrant Roland Pisarek (links, Mitte, mit blauem Shirt) hatten die fünf eindrucksvollen Tage vorbereitet. Bild: no
Vermischtes
Illschwang
16.09.2016
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Eindrücke, wie der Glaube in Polen gelebt wird, sammelten die Messdiener der katholischen Pfarrei Illschwang in den fünf Tagen einer besonderen Wallfahrt. Oberministrant Roland Pisarek kehrte dabei zu den eigenen Wurzeln zurück.

Glaube, Bildung und Spaß waren die tragenden Säulen der Fahrt. Zu den 38 Teilnehmern gehörten neben den Minis auch Mitglieder der Jugendgruppe Don Bosco, einige Firmlinge sowie Erwachsene.

Um die Planungen im Vorfeld kümmerten sich Pfarrer Markus Priwratzky und Oberministrant Roland Pisarek, dessen Wurzeln ins frühere Schlesien reichen. Seine Mutter unterstützte die beiden tatkräftig. Sponsoren aus der regionalen Geschäftswelt ermöglichten einen erschwinglichen Preis für Kinder und Jugendliche.

Ziel der Reise war es, Eindrücke zu vermitteln, wie der Glaube in Polen gelebt wird und welch wechselvolle Geschichte dieses Volk hinter sich hat. Besonders interessierten sich die Teilnehmer für die Grausamkeiten in der Zeit des Nationalsozialismus und das Schicksal der Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer schlesischen Heimat vertrieben wurden.

Eine wichtige Rolle bei der Wallfahrt spielte Johannes Paul II., der Papst aus Polen. Persönlichkeiten wie die inzwischen heiliggesprochene Ordensfrau Faustyna Kowalska. Die in Auschwitz ermordeten Maximilian Kolbe und Edith Stein waren ebenfalls ein Thema.

Ihr Quartier bezog die Gruppe in einem Hotel in Tschenstochau. Der weltbekannte Wallfahrtsort stand an den ersten drei Tagen im Mittelpunkt des Programms. Dazu gehörte eine Messe in der Basilika, der Gang durch die Pforte der Barmherzigkeit, die Ent- und Verhüllung des Gnadenbildes sowie das Gebet vor der Schwarzen Madonna.

Besuchsziel in Krakau war das Heiligtum der Barmherzigkeit Jesu, wo Schwester Faustyna gelebt hat. Beeindruckend war dort das kirchliche Zentrum. Johannes Paul II. schuf es, als er in Krakau noch Erzbischof war. Ein besonderes Erlebnis war die Einfahrt ins Salzbergwerk Wielicka. Die Wallfahrer waren beeindruckt von der unterirdischen Kathedrale aus reinem Salz. In der dort errichteten Kapelle feierten sie eine Messe. Die Geburtsstätte Johannes Pauls II. in Wadowice besichtigten sie ebenfalls.

Der absolute Höhepunkt der Reise war für die Kinder und Jugendlichen der Besuch im Energyland, dem größten Freizeitpark Polens. Am Heimreisetag gab es noch eine Zwischenstation in Sohrau. Von dort stammt Roland Pisarek.

Bei einer Dankandacht im Bus segnete Pfarrer Priwratzky die erworbenen Andachtsgegenstände. Als Dankeschön für ihre Bemühungen bekamen die beiden Hauptorganisatoren von den Reiseteilnehmern einen Gutschein überreicht.
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