Nach 7000 freiwilligen Arbeitsstunden ist das Sportheim fertig
Schuldenfrei ins neue Zuhause

Gäste aus dem politischen, gesellschaftlichen, sportlichen und kirchlichen Bereich kamen zur offiziellen Einweihung des neuen Sportheims. Bilder: no
Vermischtes
Illschwang
10.07.2016
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Für ihren Einsatz beim Bau stellte (von links) Ehrenvorsitzender Norbert Weis Martin Luber (mit Ehefrau Nicole) und Herbert Dürgner besonders heraus (nicht im Bild Erika Dürgner). Bilder: no (3)

Von einem Meilenstein in der über 50-jährigen Geschichte des SV Illschwang sprach der Vorsitzende Thomas Dirler bei der Einweihung des neuen Sportheims. Der Wunsch, Dusch- und Umkleidemöglichkeiten direkt am Sportgelände nutzen zu können, ist jetzt Wirklichkeit geworden.

In Anwesenheit von Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Sport, unter ihnen einige Gründungsmitglieder des Vereins, segneten Pfarrer Markus Priwratzky und Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius das neue Zuhause. In den Fürbitten galt der Dank allen, die zum Gelingen des Bauwerks beigetragen haben. Musikalisch begleiteten der Posaunenchor und der Männergesangverein Illschwang die Feier.

In seiner Ansprache schilderte Vorsitzender Thomas Dirler die Entwicklung des Sportvereins Illschwang (SVI) in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Anfangs bestanden Umkleidemöglichkeiten im Gasthof Nägerl; dann zogen sich die Fußballer in der Schule um. Als die Gemeinde einen neuen Friedhof anlegte, wurden Versorgungsleitungen zum Sportgelände mitverlegt. Der SVI kaufte die Hütte des Hundezüchtervereins und wandelte sie in ein Sportheim um. Ergänzende Nebengebäude und das Rasenspielfeld folgten.

Der Bauausschussvorsitzende Martin Luber beschrieb, wie in den vergangenen beiden Jahren das neue Schmuckkästchen des SVI entstand. "Der Verein stand zusammen, um ein gemeinsames Werk zu verwirklichen", bilanzierte er den Einsatz von 120 Helfern, die 7000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten.

Schatzmeister passt auf


Eine entscheidende Rolle spielte aus Lubers Sicht die Neuorientierung im Bereich der Finanzierung durch den BLSV. Dadurch konnte die Möglichkeit des Kleinförderantrags genutzt werden. Bisher brachte der SVI rund 260 000 Euro auf, ohne Kredite aufnehmen zu müssen. Schatzmeister Robert Luber habe während der Bauphase stets darauf geachtet, kein finanzielles Risiko einzugehen.

Eine Woche Entspannung


Bei der Würdigung aller Helfer hoben der Vorsitzende Thomas Dirler und der Ehrenvorsitzende Norbert Weis zwei Personen besonders heraus. Ohne ihre Fachkenntnis und ihr Engagement wäre es nicht möglich gewesen, das Bauvorhaben so zügig in die Tat umzusetzen. Martin Luber und Herbert Dürgner bekamen Gutscheine für eine Entspannungswoche im Bayerischen Wald überreicht. Für die Ehefrauen, die in der Bauzeit oft auf ihre Männer verzichten mussten, gab es Blumensträuße.

Eine Reihe von Grußrednern gratulierte zum neuen Sportheim. Landrat Richard Reisinger hob die erfolgreiche Nachwuchsförderung hervor und stellte für den Jugendraum Mittel des Landkreises in Aussicht. Bürgermeister Dieter Dehling sprach von einem beeindruckenden Kraftakt des SVI und war sicher: "Der Zuschuss der Gemeinde ist gut angelegt." Es sei schon beeindruckend, dass der Sportverein, trotz dieser Investition, schuldenfrei dastehe.

Der Landtagsabgeordnete Dr. Harald Schwartz sah das Bauwerk als einen guten Beitrag für die Dorfkultur. Nur in einem lebendigen Verein sei eine Maßnahme dieser Größenordnung möglich. Sein Kollege Reinhold Strobl sprach von einem schönen Zuhause in idyllischer Lage. Beim SVI gebe es für Jung und Alt ein breitgefächertes Angebot.

Ort für soziale Kontakte


Ranghöchster Vertreter des Sports war an diesem Abend der Vizepräsident des Bayerischen Fußballverbands und stellvertretende Vorsitzende des BLSV in der Oberpfalz, Maximilian Karl. Er hoffte, dass das neue Zuhause schnell mit Leben erfüllt werde. Karl sah Sportheime als wichtige Anlaufstellen für viele soziale Kontakte. An den Vorsitzenden überreichte er eine Geldspende.

Die Neumarkter Brauerei Glossner und den SVI verbinden nicht nur seit mehr als 20 Jahren geschäftliche Kontakte, sondern auch die gemeinsamen Farben blau und weiß. In diesen ist ein besonderer Bierkrug gehalten, den Seniorenchef Franz-Xaver Glossner für die neuen Räume mitgebracht hatte.

BausteinaktionDer Vorsitzende des Fördervereins des SVI, Adrian Zeller, eröffnete offiziell die Bausteinaktion für das neue Sportheim. Für die Türen und Fenster fand er noch bei der Veranstaltung Förderer. Ein Baustein kostet 25 Euro. Damit soll ein Beitrag zur Finanzierung des Balkons geschaffen werden, der noch am Sportheim angebracht werden soll. (no)
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