Roland Pisareck (22) beginnt Theologie-Studium
Im Dienste des Bischofs von Vaduz

Roland Pisarek. Bild: no
Vermischtes
Illschwang
30.09.2016
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Dass er beharrlich seinen eigenen Weg geht, hat Roland Pisarek (22) bereits bewiesen. Er entschied sich gegen seinen alten Beruf, zog von Nürnberg nach Illschwang - nur, um seinem großen Wunsch Schritt für Schritt näher zu kommen: Priester zu werden. Am Montag, 3. Oktober, beginnt für den jungen Mann das Theologiestudium.

Herr Pisarek, viele junge Menschen auf dem Land träumen vom Leben in der Großstadt. Bei Ihnen war es umgekehrt. Warum?

Roland Pisarek: Ich bin vor drei Jahren hierhergezogen, weil der ehemalige Kaplan meiner Heimatpfarrei, Markus Priwratzky, hier lebt und wirkt. Er hat mich inspiriert.

Damals waren Sie 19 und hatten eine Lehre zum Chemielaboranten angefangen.

Diese Ausbildung habe ich abgeschlossen, aber den Berufsweg nicht weiter verfolgt. Ich habe gemerkt, dass mir etwas Entscheidendes fehlt. Der Wunsch, Priester zu werden, ist einfach immer größer geworden.

Was haben Sie dann in Illschwang gemacht?

Ich bin bei Pfarrer Priwratzky quasi in Schnupperlehre gegangen. Ich habe ministriert und bei vielen Gelegenheiten den Alltag eines Pfarrers kennengelernt.

Jetzt beginnt für Sie das Studium. Wo werden Sie studieren?

Im Leopoldinum in Heiligenkreuz in Niederösterreich. Sechs Jahre Theologie- und Philosophiestudium warten auf mich. Wenn das Studium erfolgreich verläuft und der Wunsch, Priester zu werden, weiter besteht, weiht mich der Erzbischof von Vaduz zum Diakon.

Wieso der Erzbischof von Vaduz? Illschwang gehört doch zum Bistum Eichstätt?

Ich habe ja kein normales Abitur. In Österreich ist es aber möglich, über einen anderen Ausbildungsweg Priester zu werden. Wolfgang Haas, der Erzbischof von Vaduz, hat mich als Priesteramtskandidat angenommen und nach Heiligenkreuz entsandt.

Werden Sie dann später als Priester in Liechtenstein oder Österreich tätig sein?

Der Erzbischof hat mir schon gesagt, dass es in seiner kleinen Diözese keinen Bedarf gibt. Ich werde dann dort hingeschickt, wo Priester gebraucht werden. Das kann auch in den Bistümern Eichstätt oder Regensburg der Fall sein.

Gibt es etwas, auf das Sie sich jetzt schon freuen, wenn Sie ans Priesteramt denken?

Ich freue mich darauf, da zu sein, wenn Menschen einen Ansprechpartner brauchen und natürlich darauf, die Sakramente zu spenden.
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