Unfall mit Sattelzug auf der A6
Knapp fünf Stunden gesperrt

100 000 Euro Schaden ist die Bilanz eines Unfalls, der sich am Mittwochmorgen um 6.10 Uhr auf der Autobahn in Richtung Nürnberg ereignete. Verletzt wurde niemand. Der Fahrer des Sattelzuges, der sieben Autos geladen hatte, wollte einem abrupt vor ihm einscherenden Tanklaster ausweichen, riss jedoch das Lenkrad noch einmal herum, da auf der linken Spur ein Pkw unterwegs war. Bei diesem Manöver kam das Gefährt ins Schleudern. Bild: gf
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Illschwang
27.04.2016
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Ein mit sieben Autos beladener Sattelzug kam auf der Autobahn 6 in Fahrtrichtung Nürnberg am Mittwoch, 6.10 Uhr,kurz vor der Rastanlage Oberpfälzer Alb ins Schleudern. Er stieß gegen die rechte Leitplanke. Durch die Wucht stellte sich der Auflieger komplett quer und blockierte beide Fahrspuren. Die Folge war ein mehrere Kilometer langer Rückstau.

Erst knapp fünf Stunden später konnte die Autobahn wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden. Jetzt sucht die Polizei nach dem flüchtigen Unfall-Verursacher. Laut Angaben des Lkw-Fahrers aus Chemnitz war ein Tanklastzug ziemlich abrupt vor ihm von der Rastanlage auf die Autobahn eingefahren. Der 52-Jährige musste abbremsen und wollte zunächst auf die linke Spur ausweichen. "Da dort jedoch ein Pkw unterwegs war, zog er wieder auf die rechte Spur zurück und kam hierdurch ins Schleudern", hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Zu einem Zusammenstoß mit dem Auto oder dem Tanklastzug kam es nicht. Verletzt wurde niemand. Der Schaden am Sattelzug und an mindestens zwei aufgeladenen Pkw beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 100 000 Euro. Nach dem sich der Sattelauflieger mit dem Führerhaus verkeilt hatte, wurde zur Bergung ein Kran benötigt.

Die Einsatzkräfte leiteten den Verkehr auf der linken Spur an der Unfallstelle vorbei. Um 10.40 Uhr konnten beiden Fahrbahnen wieder freigegeben werden. Die Verkehrspolizei sucht jetzt Zeugen. Hinweise unter 09621/890-430.

RettungsgasseDer Unfall auf der A6 war ein klassischer Fall für die Rettungsgasse. Die Feuerwehr Hohenkemnath erinnerte nach ihrem Einsatz mit einem Foto auf Facebook daran, wie es hätte sein sollen.

Gezeigt wurde allerdings der Ist-Zustand: eine relativ enge Lücke zwischen den beiden Fahrspuren - zu wenig Platz für Einsatzautos: "Das Bild entstand um etwa 7.30 Uhr. Es war nötig, mehrere schwere Bergungsfahrzeuge zur Einsatzstelle zu bringen. Der Rückstau betrug zu diesem Zeitpunkt etwa vier Kilometer", sagte Fabian Schildbach, zweiter Vorsitzender.

Bei solchen Situationen sollten Verkehrsteilnehmer der rechten Fahrspur ihre Fahrzeuge ganz an den rechten Rand lenken, auf der anderen Spur, sollten sie ganz links fahren, um in der Mitte eine freie Spur zu bekommen. (roa)
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