Vom Köichlasingen auf dem schnellsten Weg zum Baumaustanzen
Pfarrer fährt das Bulldog-Taxi

Als Oberkirwapaar 2016 grüßen Lisa Luber und Christoph Behringer.
Vermischtes
Illschwang
31.05.2016
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Für beide war es das erste Mal. Sie konnten ihr Glück nicht fassen, als nach einer halben Stunde der Wecker rasselte. Bei der Premiere gleich Oberkirwapaar in Illschwang zu werden, ist eben ein Traum.

Christoph Behringer aus Illschwang und Lisa Luber aus Sulzbach-Rosenberg pflückten als äußeren Zeichen ihrer Würde ein Schultertuch sowie einen Hut und einen Bierkrug vom Baum. Der Oberkirwabou erlernt derzeit den Beruf des Mechatronikers bei der Firma Deprag in Amberg. Seine Partnerin lässt sich in Nürnberg für das Büromanagement ausbilden.

15 Paare tanzten heuer den Kirwabaum in Illschwang aus. Beginnend vom Zeltaufbau am Mittwochnachmittag bis zum Abbau heute waren es für die Matadoren anstrengende Tage. Feucht-fröhliches Vergnügen wechselte mit harter Arbeit. Zum ersten Mal hielt der neue Vorsitzende der Kirwagemeinschaft, Christopher Herzog, dabei die Fäden in der Hand. Gut vorbereitete Paare und Helfer wussten, was sie zu tun hatten. Auch ein heftiges Unwetter vor dem Baumaufstellen brachte sie nicht aus dem Konzept.

Am Sonntagvormittag besuchten die Kirwapaare den katholischen Festgottesdienst zum Patrozinium. In seiner Predigt ging Pfarrer Markus Priwratzky auf die Bedeutung der Kirwa in früherer Zeit ein. Die jungen Leute waren damals nicht mobil. Sich beim Kirwatanz zu treffen, galt als ein Höhepunkt im Jahr. Dabei entwickelten sich Freundschaften und in der Folge später Hochzeiten. Die kirchliche Trauung wurzelte fest im Glauben und hielt ein Leben lang. Auch der evangelische Pfarrer Thomas Schertel leistete seinen Beitrag zum Kirwageschehen.

Traditionsgemäß ziehen die Paare am Sonntag in Gruppen zum Köichlasingen durch den immer größer werdenden Ort. Es ist kaum mehr zu schaffen, vor jeder Haustür zu singen und zu tanzen. Während auf dem Festplatz schon viele Besucher auf das Baumaustanzen warteten, zögerte sich das Singen hinaus. Kurzentschlossen bot Pfarrer Schertel den Paaren Fahrdienste auf seinem Bulldog an. Dadurch brauchten sie das Publikum am Baum nicht noch mehr auf die Folter spannen.
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