Zweites Förderverfahren für den Breitbandausbau
Glasfaserkabel bindet die kleineren Orte an

Vermischtes
Illschwang
21.01.2016
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Für den flächendeckenden Breitbandausbau schalten die Ampeln in allen Orten der Gemeinde Illschwang auf Grün. Während die erste Ausbaustufe im Frühjahr vollendet wird, startet die Ausschreibung für den Rest.

Aichazandt. Konkret ging es in der Januar-Sitzung des Gemeinderats um das zweite Förderverfahren und dabei speziell um das Ergebnis der Markterkundung. Diplominformatiker Andreas Frank, Berater für Breitbandtechnik und -planung vom Forschungs- und Entwicklungszentrum in Bayern, gab dazu die notwendigen Erläuterungen.

Bisher unter 16 Mbit/s


Der Auftrag für die Nutznießer des ersten Förderverfahrens ist seit längerem vergeben. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird im April oder Mai gerechnet. Jetzt ging es darum, auch die Orte, die bisher noch nicht zum Zug gekommen sind, für das schnelle Internet aufzurüsten. Wenn sie überhaupt einen Online-Anschluss besitzen, müssen sich die Bürger dort bisher noch mit einer Leistung unter 16 Mbit/s zufrieden geben.

Für die geplante Maßnahme nannte Frank als Zielvorgabe bis zu 30 Mbit/s flächendeckend. Der Förderhöchstbetrag beim zweiten Verfahren liegt bei 510 000 Euro. Die Ausschreibung soll bis Ende März erfolgen. Die Anschlüsse dürften im Zeitraum 2017/18 zur Verfügung stehen.

Post von der Gemeinde


Für die Häuser in den kleineren Ortschaften sind in der zweiten Ausbaustufe Glasfaseranschlüsse vorgesehen, während beim ersten Förderverfahren vor allem die Nähe zu Verteilerkästen genutzt wird. Alle Haushalte, für die Glasfaser in Frage kommt, erhalten in den nächsten Wochen Post von der Gemeinde. Es wird in diesem Bereich auch weiter eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden Neukirchen und Birgland geben.

Erneut schaute sich der Gemeinderat den Bebauungs- und Grünordnungsplan der Gemeinde Ursensollen für das Baugebiet "Rängberg" an. Gegenüber der ersten Vorlagen kamen noch einige Parzellen hinzu. Eine Notwendigkeit, dazu eine Stellungnahme abzugeben, sah in Illschwang aber nach wie vor niemand.

Zustimmung fand der Bauantrag von Erna Schwemmer, die in Aichazandt eine landwirtschaftliche Maschinenhalle erweitern möchte. Dagegen gab es Diskussionsbedarf zur Dachform der Garage für das geplante Einfamilienwohnhaus von Christian und Helene Spack im Baugebiet Sandäckerweg.

Zuletzt hatte der Gemeinderat ein Satteldach verlangt. Jetzt machte sich Josef Margraf für ein Pultdach stark. Als Hauptproblem sah er den Schattenwurf und den Lichteinfall. Der Gemeinderat nahm deshalb seinen ursprünglichen Beschluss zurück und stimmte dem Pultdach zu.

Trafohäuschen weicht


Eine Vereinbarung mit dem Bayernwerk besagt, dass die Gemeinde bei der Erdverkabelung die Kosten für Schaltkästen in Reichertsfeld (2756 Euro) und Altensee (2597 Euro). Das akzeptierte der Gemeinderat. Während des Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße zwischen beiden Orten verschwindet auch das Trafohäuschen in Reichertsfeld.

Bürgermeister Dieter Dehling informierte über eine Anfrage der Regierung der Oberpfalz, ob die Gemeinde Grundstücke besitzt, die sich für den Bau von Flüchtlingsunterkünften eignen. Gegenwärtig könne nichts Passendes angeboten werden, stellte Dehling fest.

Schilder mit Hausnamen


Richard Koller berichtete vom Treffen der Ortsheimatpfleger auf Kreisebene. Schwerpunktthema sei gewesen, alte Hausnamen an den Gebäuden anzubringen. Die Liste für die Gemeinde Illschwang werde gegenwärtig von ihm aktualisiert. Es sollte, wenn es so weit kommt, eine einheitliche Lösung für das Material und die Beschriftung der Schilder gewählt werden. Eine anteilige Förderung über Leader sei möglich.

Helmut Kellner sprach die Parkplatzsituation beim Friseursalon Übler an. Gerade jetzt, nach dem Wintereinbruch, ragten Autos in die Straße hinein und behinderten den Verkehr. Er wollte wissen, wer die Genehmigung für diesen Parkplatz erteilt habe. Die Verwaltung sagte zu, den Sachverhalt zu klären.
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