KAB Immenreuth
Zehn Jubilare mit 50 Jahren

Zahlreiche Jubilare ehrte Vorsitzende Claudia Porst (rechts) für 25, 40 und sogar 50 Jahre Treue. Für über 30 Aktionen im vergangenen Jahr dankte Bürgermeister Heinz Lorenz (stehend, Fünfter von links). Bild: mez
Freizeit
Immenreuth
20.04.2016
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Südtirol und Würzburg waren in Vorjahr Ziele der KAB. Am weitesten weg - zumindest gedanklich - führte aber Pfarrvikar Kaplan Justin Kamwanya Kishimbe die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung, in der es auch eine Reihe von Jubilaren zu ehren gab.

Für ein Vierteljahrhundert Treue zum Ortsverband zeichneten Vorsitzende Claudia Porst, Präses Markus Bruckner, Bürgermeister Heinz Lorenz und Kaplan Justin im Pfarrsaal Erika Köstler sowie Angela Protschky aus. Für vier Jahrzehnte dankten sie Lucia und Josef König sowie Monika Kraus. Johann Sischka, Maria und Georg Ziegler, Elfriede Veigl, Angela Stehbach, Monika und Alois Scherm, Luise Brunner, Maria Bauer sowie Erich Hader blicken auf 50 Jahre zurück.

Nach dem Totengedenken und dem Protokoll von Margit Hopperdietzel berichtete Porst von rund 30 Terminen des Ortsverbandes im Vorjahr. Dabei erinnerte sie unter anderem an die Muttertagsfahrt mit 40 Teilnehmern zum Wurzelmuseum in Tremmersdorf, mit dem Besuch des Troglauer Hof-Café, Seniorenfahrt nach Weiden ins Logistikzentrum der Firma Witt und zu Pfarrer Markus Schmid, die letzte Maiandacht im Marienmonat, die der Ortsverband auch heuer wieder gestalten wird, an Vorträge sowie die Teilnahmen am Bürgerfest und an der Verabschiedung von Kaplan Jacob Kudilumgal.

Eine Viertagefahrt führte eine 50-köpfige Gruppe nach Südtirol, an der fünfzig Teilnehmer teilnahmen. 80 Teilnehmer zählte im Oktober die Wallfahrt nach Altötting. Zu dieser Zeit begannen auch die ersten Bastelabende für den Weihnachtsbasar im November, der jeweils 1800 Euro für Martin Weichs, Schwester Salesia und Kaplan Justin erbracht hat. Rund 1000 Euro erhielt Pfarrer Markus Bruckner für die Herz-Jesu-Kirche, weitere 535 Euro aus dem Verkauf von Palmbuschen und Dekoartikeln übergab ihm die KAB dieses Jahr. Im voll besetzten Bus ging es zum Weihnachtsmarkt nach Würzburg. Anfang Dezember fand eine Adventsfeier im Pfarrheim statt. Im neuen Jahr folgten ein Frauenfrühstück im Pfarrheim, die traditionelle Frauenwanderung, ein Bastelabend sowie ein Einkehrtag in Johannisthal, den man zusammen mit Direktor Strigl verbrachte.

Schatzmeisterin Rita Melzner berichtete von soliden Kassenverhältnissen. Ihr bestätigte Revisor Josef König, der zusammen mit Marita Doleschal die Kasse geprüft hatte, einwandfreie Arbeit. Präses Markus Bruckner dankte für die segensreiche Arbeit des Ortsverbandes, ebenso Bürgermeister Heinz Lorenz, der vor allem das reichhaltige Kuchenbüfett beim Bürgerfest lobte.

Trotz Rohstoffreichtums fehlt es im Kongo der Bevölkerung an dem NötigstenSein Heimatland Kongo stellte Kaplan Dr. Justin Kamwanya Kishimbe den KAB-Mitgliedern vor. Das über zwei Millionen Quadratkilometer große Land in Zentralafrika sei das drittgrößte des Kontinents mit insgesamt neun Nachbarstaaten. Er selbst kam 1978 in Kamina in der Provinz Katanga im Süden zur Welt. 70 Millionen Einwohner lebten in der demokratischen Republik mit der Hauptstadt Kinshasa.

Große Teile des Staatsgebietes sind vom tropischen Regenwald bedeckt. Das Hauptnahrungsmittel Mais wird während der Trockenzeit angebaut, die drei bis fünf Monate dauert. Die Verkehrssprache ist Französisch. Etwa die Hälfte der Einwohner bekennt sich zur katholischen Kirche. 1885 kam Kongo unter belgische Kolonialherrschaft. Nach der Unabhängigkeit 1960 wurde es 32 Jahre lang von Diktator Mobutu regiert, den Rebellenchef Laurent-Desire Kabila 1997 stürzte. Es folgte ein weiterer Bürgerkrieg, der aufgrund der Verwicklung weiterer Staaten auch als afrikanischer Weltkrieg bekannt wurde. Zwar gilt seit 2002 ein Friedensabkommen, im Osten des Landes finden aber bis heute weiterhin Kämpfe statt.

Erstmals seit 1965 fanden 2006 freie Wahlen statt, berichtete der Kaplan. Trotz seines Rohstoffreichtums zählt der Staat, bedingt durch Ausbeutung, Korruption, Kriege und ständige Bevölkerungszunahme, zu den ärmsten Ländern der Welt. Rund 80 Prozent seiner Landsleute gelten als unterernährt, ebenso viele haben keinen ausreichenden Wohnraum und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.

Eine Schulpflicht gebe es nicht, so der Kaplan. Rund drei Viertel der Einwohner könnten sich den Schulbesuch ihrer Kinder sowieso nicht leisten. Hier versucht der Geistliche zu helfen, unter anderem mit den Spendengeldern, die er aus dem Erlös des KAB-Weihnachtsbasar erhielt.

Eine tückische Krankheit im Kongo sei Malaria, bei der ein Kind ohne Hilfe innerhalb weniger Stunden sterben könne. Dies komm leider sehr oft vor, betonte Kishimbe. Mit seinen Brüdern plant er, ein Haus für arme Kinder zu errichten. Bei seiner Missionstätigkeit helfen ihm auch seine beiden Schwestern Natascha Malobe und Dr. Pauline Kazadi, die Ärztin ist.

Anhand einiger Bilder zeigte der Geistliche seine Arbeit vor Ort und versprach, weitere Aufnahmen von seiner nächsten Reise in seine Heimat mitzubringen. (mez)
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