Treffpunkt und Begegnungsstätte mit Asylsuchenden
Kulturcafé eröffnet

Bettina Hahn, Stefan Hartung und Alfred Schuster (v.l.) setzten große Hoffnung in das neu eröffnete Kulturcafé für die Integration von Flüchtlingen.
Kultur
Immenreuth
19.03.2017
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(bkr) Ein Kulturcafé im evangelischen Gemeindehaus öffnete am Donnerstag seine Türen. Die neue Begegnungsstätte soll Einheimische und Flüchtlinge zusammenbringen. Den Anstoß für diesen Treffpunkt verschiedener Kulturen und Religionen gab Alfred Schuster. Er ist Geschäftsführer der Familienferienstätte und betreut dort seit Mai vergangenen Jahres Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien.

Für sein Projekt holte er das SOS-Kinderdorf Oberpfalz mit Diplom-Sozialpädagoge (Univ.) Stefan Hartung mit ins Boot. Über die Unterstützung durch die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden freut sich Schuster. Im Kulturcafé arbeiten weiter die Helferkreise aus Immenreuth und Kemnath mit, "um über den Kirchturm hinaus zu schauen", sagt der Initiator.

Gastreferentin des ersten Begegnungstages war Diplom-Religionspädagogin Bettina Hahn vom Dekanat Weiden und dem Netzwerk Inklusion des Landkreises Tirschenreuth. Hahn sieht in den Kirchen eine besondere Verpflichtung zur Inklusion. Der lateinische Begriff bedeutet "Enthaltensein" und bringt die Teilhabe aller Menschen, nicht nur der Behinderten, am gesellschaftlichen Leben zum Ausdruck. Niemand dürfe ausgeschlossen werden.

Die Inklusion von Flüchtlingen in das gesellschaftliche Leben erschwerten die aktuellen politischen Entwicklungen und in erster Linie radikale islamistische Organisationen mit ausgeführten oder geplanten Anschlägen. Diese kleine Minderheit blockiere die Eingliederung. Von den Radikalisten sollte man sich nicht abschrecken lassen, ermuntert sie.

Nach ihren Worten nehmen die Flüchtlinge die Angebote gerne an. In den kommenden zwei Monaten ist das Kulturcafé am 6. April und 11. Mai jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Spiel und Spaß, Vorträge und Diskussionen sollen zum Kennenlernen und Verstehen beitragen.
1 Kommentar
Alexander Unger aus Amberg in der Oberpfalz | 20.03.2017 | 12:28  
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