Auch Flüchtlinge und TTiP Themen der SPD-Kreisräte aus Tirschenreuth und Wunsiedel
Stromtrassen-Supergau verhindern

Lokales
Immenreuth
20.10.2015
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Die Asyl- und Flüchtlingsproblematik beschäftigte die SPD-Kreistagsfraktionen der Landkreise Wunsiedel und Tirschenreuth. Der Immenreuther Kreisrat Alfred Schuster hatte die von den Vorsitzenden Rainer Fischer (Tirschenreuth) und Jörg Nürnberger (Wunsiedel) angeführten Gruppen zum zweiten Treffen 2015 in die Familienferienstätte eingeladen, die er auch kurz vorstellte. Aktuell seien in der von ihm und Peter Merkl geführten Einrichtung 25 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge untergebracht.

In offener Diskussion stellten die Teilnehmer die in den Landkreisen gemachten Erfahrungen und Umgangsweisen vor. Beide Fraktionen erachteten es als Vorteil, wenn man Familien zugewiesen bekäme, die längere Zeit bleiben könnten. So könne die Integration vor Ort besser gelingen. Beide Fraktionssprecher sprachen allen Ehrenamtlichen, die sich um die Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen kümmern, ihren Respekt und Dank aus.

Ein weiterer Beratungspunkt war der aktuelle Stand bei der Gleichstrom-Trasse (HGÜ) und beim Ostbayernring. Der grundsätzliche Vorrangcharakter einer Erdverkabelung fand beiderseits Zustimmung, allerdings, so der Tenor, müssten die weiteren Entwicklungen aufmerksam beobachtet werden. Bezweifelt wurde, dass es technisch möglich ist, zwei verschiedene Leitungssysteme auf einem Mastenträger unterzubringen. Jedenfalls gelte es, einen Stromtrassen-Supergau mit Ostbayernring und HGÜ auf einer Trasse durch die Region zu verhindern.

In Sachen TTiP, sagte Jörg Nürnberger, habe der SPD-Kreisverband Wunsiedel eine sehr gut besuchte Veranstaltung abgehalten. Befürworter und Gegner hätten Stellung bezogen. Kritisiert wurde die mangelnde Transparenz bei der Verhandlung der Inhalte. Rainer Fischer deutete an, dass auch im Kreistag Tirschenreuth parteiübergreifend eine entsprechende Resolution über TTiP-Inhalte, die die Kommunen direkt beträfen, eingebracht werden solle.

Weitere Themen waren unter anderem der Beitritt zum VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) und neue Entwicklungen bei den Straßenausbaubeitragssatzungen. Übereinstimmend sehen beide Fraktionen die Notwendigkeit eines regelmäßigen Meinungsaustauschs.
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