Blick ins Leben der Gemeinde

Ordnung in Dokumentation der Gemeinde brachte Bürgermeister Heinz Lorenz. Nun geht es im nächsten Schritt daran Lücken zu füllen und ein Heimatarchiv aufzubauen. Bild: bkr
Lokales
Immenreuth
10.01.2015
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Die Vergangenheit bewahren und sie nicht vergessen. Das möchte die Gemeinde. Deshalb baut sie ein Heimatarchiv auf. Der erste Schritt ist bereits getan.

Im Rathaus wurden die in verschiedenen Räumen verteilten Dokumente und Unterlagen zusammengeführt und geordnet. Gerade der Dachboden zeigte sich in der Vergangenheit als ungünstiger Aufbewahrungsort. Das Wetter hinterließ an manchen Akten Spuren, bedauert Bürgermeister Heinz Lorenz.

Bislang wenig Material

Insgesamt stellt er fest: "Für ein echtes Heimatarchiv haben wir noch sehr wenig Material". Beschlussbücher aus den Jahren 1888 bis 1939 sind vorhanden. Aber bei den gemeindlichen Unterlagen klaffen Lücken. Grund dafür ist, dass in der Vergangenheit ehrenamtliche Bürgermeister oftmals den Schriftverkehr von zu Hause aus führten und dort auch aufbewahrten.

In einem Fall sei man mit Hilfe der nachkommenden Generationen fündig geworden, freut sich Heinz Lorenz. Er ist zuversichtlich, die eine oder andere Entdeckung noch machen zu können. Aber nicht nur die politische Gemeinde soll eine Heimat bekommen. Was dem Bürgermeister am Herzen liegt, ist das Gemeindeleben in seiner Gesamtheit darzustellen. Gesucht wird deshalb alles, was über das Leben der Bürger, deren Bräuche und Sitten Auskunft gibt. Eigenhändig verfasste Geschichten und Erzählungen über Ereignisse sind ebenso gefragt wie selbst verfasste Chroniken. Fotos, Tagebücher und Briefe der Soldaten. Ausweisdokumente und Unterlagen aus den Zeiten der beiden Weltkriege gehören ebenso dazu wie Festschriften von Vereinen.

Mitarbeiter gesucht

Es wäre schade, so Heinz Lorenz, wenn der Nachlass verstorbener Angehöriger bei Haushaltsauflösungen einfach auf Flohmärkten oder im Müll landen würde. Es wäre sinnvoller, das Heimatarchiv der Gemeinde damit zu bereichern. Vom Leben der vergangenen Zeit erzählen zum Beispiel auch Beichtzettel, wie sie der Pfarrer noch bei Hausbesuchen kontrolliert hat oder die am Stammtisch "gehandelt" wurden.

Das Spektrum dessen, was Platz und eine Bleibe im Heimatmuseum finden kann, ist so vielfältig wie das Leben selbst. Deshalb sollen dafür eigene Räumlichkeiten geschaffen werden. Willkommen für die Dokumentation der oftmals vielgepriesenen "guten alten Zeit" sind ehrenamtliche Mitarbeiter. Mitmachen ist spannend. Ansprechpartnerin bei der Gemeinde ist Ulrike Lorenz, sie ist vormittags zu erreichen.
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