Erster Steinäcker-Bauabschnitt läuft an - Söllner: Landratsamt personell überbesetzt
Start nach Ostern

Lokales
Immenreuth
26.03.2015
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Nach Ostern rollen die Baufahrzeuge für die neue Straße Am Steinäcker an. Deren erster Bauabschnitt werde rund 825 000 Euro kosten, berichtete Bürgermeister Heinz Lorenz in der CSU-Jahreshauptversammlung. Die zweite Bauphase sei bereits für das Jahr 2016 geplant.

Er erläuterte auch kurz die neue Aufteilung der Arbeiten in der Gemeindeverwaltung sowie beim Bauhof. Mit Thomas Kaufmann aus Speinshart habe die Kommune einen guten neuen Kämmerer gewinnen können. Die Kosten für die Wiederinstandsetzung der Wege beim Solarpark werde die Betreiberfirma der Anlage übernehmen, versicherte der Rathauschef den Landwirten.

Wenig Stabilisierung

Ebenso werde das Thema Breitbandausbau weiter vorangetrieben. Hier sei das Markterkundungsverfahren mittlerweile abgeschlossen. Unzufrieden zeigte sich das Gemeindeoberhaupt mit den Ergebnissen aus der beantragten Stabilisierungshilfe, bei dem die Gemeinde im Verhältnis zu anderen Kommunen zu knapp weggekommen sei.

Fraktionssprecher Josef Hecht ging kurz auf die Fraktionssitzungen ein und lobte den neu eingeführten "Sachstandsbericht aus dem Rathaus", den alle Gemeinderäte regelmäßig vom Bürgermeister unterschrieben zu verschiedenen Themen erhielten. Hecht empfahl Heinz Lorenz aber auch zu akzeptieren, dass er den Bürgern nicht immer alles recht machen könne und auch einmal "Nein" sagen müsse.

Kreisrat Bernhard Söllner berichtete aus dem Kreistag. Über die Kreisumlage zahlte die Gemeinde im Vorjahr rund 640 000 Euro an das Landratsamt, wobei Tirschenreuth den höchsten Umlagesatz in der ganzen Oberpfalz habe. Deswegen sei ein Haushaltskonsolidierungskonzept in Auftrag gegeben worden. Dieses habe gezeigt, dass im Landratsamt 30 Personen mehr als bei anderen Kreisbehörden beschäftigt sind. Auch die Kosten und die Struktur der Kreismusikschule mahnte der Kreisrat zu überdenken. Anhand der Fahrtkosten zeigte Söllner Einsparpotenziale auf. Insgesamt sei die steigende Verschuldung des Landkreises sehr besorgniserregend.

Mieten schlecht verhandelt

Er ging weiter auf verschiedene anstehende Baumaßnahmen im Straßenunterhalt, aber auch bei der Realschule in Kemnath und der Berufsschule in Wiesau ein. Mit der Förderschule sei in Immenreuth eine Landkreiseinrichtung untergebracht. Die vertraglich vereinbarten Mieteinnahmen seien vom damaligen Gemeindeoberhaupt schlecht verhandelt worden. Ein Vergleich mit Förderschule in Konnersreuth zeige, dass es hier deutliche Unterschiede zum Nachteil Immenreuths gebe.
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