Förderklasse bietet Kindern Hilfe bei Teilleistungsstörungen
Mehr Zeit und Ruhe

Lokales
Immenreuth
07.03.2015
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Die Zeit der Schuleinschreibung rückt näher. Viele Eltern überlegen, ob ihr Kind schon schulreif ist oder ob es eine besondere Förderung braucht. Stilla Rauch-Tatschner leitet in Immenreuth die Diagnose- und Förderklasse im Sonderpädagogischen Förderzentrum. Laut der Studienrätin wird hier der Stoff des normalen Grundschullehrplans der ersten beiden Schuljahre auf drei Jahre verteilt. Die Mädchen und Buben hätten so mehr Zeit und Ruhe, um die Grundlagen zu erlernen. Danach laufen die Schulklassen mit jeweils rund zwölf Schülern bis zur neunten Klasse normal weiter.

Schulleiter Wolfgang Schmid berichtet, dass einige Eltern direkt auf ihn zukommen, wenn sie Auffälligkeiten bei ihrem Kind feststellen. Meist erfolge die Beratung nach der Untersuchung zur Einschulung, wenn Teilleistungsstörungen erkannt werden. Lernen mit dem ganzen Körper löse diese Lernblockaden auf und lasse alle Sinne beim Lernvorgang zusammenwirken. Dadurch werde der Lernstoff umfassender aufgenommen und bleibe dauerhaft im Gedächtnis haften. "Ein Wechsel in eine Regelschule ist nach jedem Schuljahr möglich." Am Förderzentrum kann nach der neunten Klasse der Förder- oder Mittelschulabschluss abgelegt werden.

Sehr erfolgreich praktizierten die Immenreuther Pädagogen in den vergangenen Jahren die sogenannte "Matheschiene": An der gesamten Schule findet der Mathematikunterricht gleichzeitig statt. So haben die Kinder laut dem Schulleiter die Möglichkeit, je nach Leistungsstand in die verschiedenen Lerngruppen zu wechseln. Sie seien nicht an ihre eigentliche Klasse gebunden.

In die Diagnose- und Förderklasse werden Kinder aus dem Einzugsbereich der Gemeinden Ebnath, Neusorg, Erbendorf, Immenreuth, Kemnath, Kulmain, Krummennaab und Waldershof aufgenommen. Der Schulwegtransport ist kostenlos. Die Anmeldung erfolgt über die zuständige Grundschule, kann aber auch direkt von den Eltern in Immenreuth getätigt werden. Dazu sind das Stammbuch oder die Geburtsurkunde, die Bestätigung zur Teilnahme an einem Hör- und Sehtest, an der Früherkennungsuntersuchung U9 oder der schulärztlichen Untersuchung Eltern können sich jederzeit im Sekretariat, Telefon 09642/92120, melden und einen Termin vereinbaren. Auchdie Dienste der Offenen Sonderpädagogischen Beratungsstelle (OSB) unter Leitung von Studienrätin Stefanie Danzer können in Anspruch genommen werden.
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