Kreisverband der Jungen Union erstellt neuen Ausbildungsspiegel - 250 Stellen
Mit Handwerk alle Optionen offen

Lokales
Immenreuth
28.02.2015
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Die Ausbildungsplatzsituation in der Region ist für die Junge Union im Landkreis Tirschenreuth ein wichtiges Thema. Der Lehrstellenspiegel, den der CSU-Nachwuchs seit einigen Jahren erstellt und verteilt, gibt Ausbildungsplatzsuchenden und Ausbildungsbetrieben ein Werkzeug an die Hand, um gegenseitig auf einander aufmerksam zu machen.

Knapp 50 Unternehmen und Organisationen mit etwa ebenso vielen unterschiedlichen Berufen listet die Aufstellung auf. Sie bieten etwa 250 freie Stellen an.

Bei der Vorstellung der neueste Ausgabe ging JU-Kreisvorsitzender und Kreisrat Bernhard Söllner auf die Entstehungsgeschichte des Lehrstellenspiegels ein und erinnerte an die Ausbildungsplatzsituation vor zwölf Jahren. Damals sei die Lage alles andere als rosig gewesen. Deshalb habe sich die JU damals dafür entschieden, Betriebe im Landkreis zu bitten, offene Lehrstellen zu melden. "Besonders im ersten Jahr, war dies nicht einfach, da sehr viele Bedenken hatten, ob dies Aufgabe der Jungen Union wäre und ob das andere nicht besser können als wir", erinnerte sich Söllner.

Der Erfolg der zurückliegenden Jahre habe dem Politnachwuchs Recht gegeben. "Viele Ausbildungsplatzsuchende konnten wir unterstützen." Mittlerweile werde man von Eltern und Schülern angesprochen, wann denn der aktuelle Lehrstellenspiegel erhältlich sei.

Inzwischen hätten jedoch Ausbildungsbetriebe zunehmend Probleme, offene Stellen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Diese hätten nun mit dem Lehrstellenspiegel die Möglichkeit, sich bei den Ausbildungsplatzsuchenden zu präsentieren. "Viele Schulabgänger wissen nicht, welche erstklassigen Betriebe im Landkreis interessante Berufe ausbilden", erklärten Kreisrat Mario Rabenbauer und Gemeinderat Hans Walter, die den Lehrstellenspiegel mit Christoph Haberkorn und Tobias Oguntke erstellt haben.

Söllner habe festgestellt, dass sich viele Jugendliche auf bestimmte "Traumberufe" konzentrierten. Dabei böten gerade weniger bekannte Berufe und Branchen hervorragende Karriereperspektiven. Besonders im Handwerk gebe es erstklassige Möglichkeiten, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Auch der Weg zum Studium sei damit nicht verbaut.

Söllner bedauerte, dass für viele fast nur noch das Abitur Bedeutung habe. Dadurch werde frühzeitig Druck auf Schüler und Eltern ausgeübt. Der dreifache Familienvater ist sicher, dass zukünftig ein gut ausgebildeter Handwerker mindestens dieselben wenn nicht sogar mehr berufliche Möglichkeiten haben werde, als ein Akademiker.

Der Lehrstellenspiegel wird nun an den Schulen verteilt und kann im Internet (www.ju-tir.de) abgerufen werden.
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