Markgraf wirbt um Nachwuchs

Von wegen Männersache: Nicht nur mit diesem Klischee räumte der Ausbildungstag bei Markgraf auf. Bild: ak
Lokales
Immenreuth
07.02.2015
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Von der besten Seite zeigen und dann auf die Zusage hoffen. Bewerbungstermine laufen schon immer so. Der Ausbildungstag bei Markgraf zeigte aber, dass Ausbilder und Azubi in dem Spiel irgendwie die Seiten gewechselt haben.

"Bauen ist der schönste Beruf der Welt und schafft bleibende Werte." Diese Einsicht von Geschäftsführer Rainer Markgraf wollte die gleichnamige Baufirma bei ihren Ausbildungstagen unter die Leute bringen. Am Donnerstag und Freitag stellte die Firma deshalb die Vielseitigkeit der Berufe im Hoch-, Tief- und Stahlbau in den Mittelpunkt. Beim Rundgang bei der Eröffnung durch die zur Großbaustelle umfunktionierte Abbundhalle im Kompetenzzentrum Immenreuth überzeugten sich die Bürgermeister Heinz Lorenz (Immenreuth), Werner Nickl (Kemnath) und Günter Kopp (Kulmain) am Donnerstagvormittag mit Rainer Markgraf vom Ausbildungsspektrum des Bauunternehmens.

Wie 2010 und 2012 stieß das Informationsangebot auf viel Interesse bei Schülern und Lehrern. Rund 30 Markgraf-Mitarbeiter stellen die Lehrberufe, und Tätigkeitsfelder vor. "Schaufel, Pickel, verschmiertes Unterhemd und Bierflasche: Das waren mal der Arbeitsalltag und das Erscheinungsbild eines Bauarbeiters. Heute sind High-Tech-Baugeräte und Fachwissen angesagt. Und zu trinken gibt es nur mehr Anti-Alkoholisches", erläuterte Ausbildungskoordinator Frank Gräbner, und Betriebsratsvorsitzender Thomas Schmidt pflichtete ihm bei.

Rund 200 potenzielle Azubis der Schulen aus dem Raum Kemnath, Speichersdorf, Bayreuth, Ebnath und Weidenberg informierten sich in der Werkhalle. Um das Interesse an einem Bauberuf zu wecken, hatte das Unternehmen zur Veranschaulichung Schaubaustellen mit Vorführungen zum Thema Beton- und Stahlbau, Rohrleitungsverlegung, Schweißtechniken Kanalbau, Industriemechanik und Straßenbau aufgebaut.

Erfahrene Fachleute und Ausbilder erläuterten den Schülergruppen beim Rundgang die Berufsbilder und zeigten den Umgang mit Material und Technik. Es wurde geschalt, betoniert, gepflastert, geschweißt und nivelliert. Das Zusammenspiel zwischen Fachkraft, Maschine sowie Verarbeitungs- und Verlegetechnik verdeutlichte ein Rohrleitungs- und Kanalnetzes mit verschiedensten Materialien. Die künftigen Lehrlinge durften auch selbst nageln, bohren, sich am Flaschenrüttler versuchen oder eine unter Druck stehende PE-Wasserleitung anbohren.

Die jungen Besucher der Ausbildungstage sollten das Wissen mitnehmen, dass Bauberufe motivierte junge Leute erfordern, die intelligent, lernfähig, offen und aufgeschlossen sind, aber auch dafür gut entlohnt werden. Die Organisatoren gaben sich zuversichtlich, dass dies vermitteln worden sei. Um Baugeräte zu bedienen, braucht es fundiertes Geräte- und Materialwissen, handwerkliches Geschick und ein kräftige Portion Verantwortungsbewusstsein. Der künftige Baufacharbeiter muss zudem bereit sein, sich den laufend wachsenden Wissensanforderungen und dem stetigen Dazulernen erforderlicher handwerklicher und technischer Fähigkeiten zu stellen.

"Die Nachwuchskräfte, die wir ausbilden, möchten wir auch gerne behalten, fördern und fortbilden", erklärte die Assistentin der Geschäftsleitung, Susanna Merkl. Die jungen Besucher sollten außerdem mitnehmen, dass Markgraf neben der beruflichen Qualifikation seiner Mitarbeiter auch auf intensive, partnerschaftliche und faire Zusammenarbeit, Fortbildung, ergebnisoffene Kommunikation und modernes Gesundheitsmanagement setzt.
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