Öllappen fangen zu brennen an

Am Freitag quoll dunkler Rauch aus dem Westtor des Fertigteilwerks der Firma Markgraf. Bilder: kr (2)
Lokales
Immenreuth
12.07.2015
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Dicke Rauchwolken quollen den Feuerwehren am Freitagabend bei der Baufirma Markgraf entgegen. Ein Container mit in Öl getränkten Putzlappen war in Flammen aufgegangen. Und das war nicht die einzige Gefahr - ein Gastank machte den Einsatzkräften Sorgen.

(kr/spi) Gegen 21.25 Uhr ging bei sieben Feuerwehren der Umgebung der Alarm ein: Beim Markgraf brennt's. Der Brand war am Freitag in einer 200 Meter langen Fertigungshalle für Betonteile ausgebrochen. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Was blieb, war eine verrußte Werkhalle.

Aus den Ost- und Westtoren schlugen den Feuerwehren aus Immenreuth, Kulmain, Unterlind und Teilen der Kemnather Wehr - in Neusorg war ebenfalls Einsatz, dort brannte der Bahndamm - Rauchschwaden entgegen. "Nach dem hinterlegten Stichwort wurde am Anfang von einem 45 Kubikmeter fassenden Gastank in der Industriehalle als Gefahrenquelle ausgegangen", informierte Otto Braunreuther.

Laut dem Kreisbrandinspektor konnte für die Einsatzkräfte erste Entwarnung gegeben werden, als festgestellt wurde, dass der Tank unterirdisch sicher deponiert worden sei.

Alle Drucklüfter

Die Atemschutzträger hatten den Brandherd schnell entdeckt, gelöscht und nach draußen geschafft. Alle Drucklüfter mussten eingesetzt werden, um frische Luft in das Gebäude zu pusten. "Hut ab vor den Einsatzkräften", sagte Winfried Praller, Geschäftsführer bei der Bauunternehmung Markgraf. Seinen Worten nach seien durch den schnellen Einsatz die Schäden sehr gering geblieben. "Bis auf ein paar verschmorte Elektrokabel ist nichts passiert", bilanzierte er. "Allerdings muss das Gebäude noch von Ruß und Rauch befreit werden."

Die Polizei hingegen konnte zur Schadenshöhe noch nichts Konkretes melden. Dies sei abhängig davon, ob bei dem Brand der Portalkran und der Kranbahnträger beschädigt worden seien, heißt im Polizeibericht. Auch die Brandursache konnte noch nicht geklärt werden.

Kriminalpolizei ermittelt

Mit zu den alarmierten Rettungskräften gehörten zwei Rettungsfahrzeuge des Roten Kreuzes, Notarzt, Einsatzleiter Rettungsdienst, der Helfer vor Ort und das THW Marktredwitz. Aus Wiesau wurde die Einsatzleitung Katastrophenschutz nach Immenreuth beordert. "Lieber ein Fahrzeug mehr, als eines zu wenig", meinte Praller zu dem Großeinsatz. Aufgrund der unbekannten Brandursache nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Zu hören war aber die Vermutung, dass möglicherweise neues Schalöl, das erstmals eingesetzt wurde, mit altem in Kontakt kam und mit diesem reagierte.
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