Ordentlich Ruhe unter der Haube

Lokales
Immenreuth
24.01.2015
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Markgraf setzt auf Umweltschutz. Beim Innovationstag präsentierte sich die Immenreuther Baufirma besonders vorbildlich. Die Verantwortlichen geben zu, dass die Öko-Begeisterung ökonomische Ursachen hat.

Maschinen verwandeln Kraftstoff in Abgase und Lärm. Das lässt sich nicht verhindern, aber reduzieren und erträglicher machen. Wie das geht, zeigte der Innovationstag der Firma Markgraf. Über 80 Geräteführer der Baufirma erhielten eine Schulung an der neuesten Technik des Betriebs. "Es nützt nichts, moderne Geräte zu haben, sie müssen auch richtig bedient, gewartet und gepflegt werden", sagten Herbert Schinner, Leiter Logistik, und Matthias Melzner, Leiter der Zentralwerkstatt.

Umweltschutz spielt für Markgraf eine große Rolle. Das Bauunternehmen ist umweltzertifiziert und strebt ständig nach weiteren Verbesserungen. Dabei treiben den Betrieb auch wirtschaftliche Interessen an. Das zeigten die Firmenvertreter am Beispiel eines Stereoladers. Durch einen Partikelfilter verbrauche das Gerät zwar mehr Sprit, aber neueste elektronische Steuerungstechnik trage bei, dass Kraftstoff eingespart werde. Der Partikelfilter sorge dafür, dass die Luft sauberer an die Umwelt abgegeben als sie angesaugt wird. Das belaste in Wohngebieten die Anwohner weniger. Dazu mache die gedämpfte Geräuschkulisse moderner Baumaschinen und Fahrzeuge Anwohnern das Leben leichter. "Ohne Beschwerden zu arbeiten, ermöglicht bessere Bauleistungen", meinte Schinner.

Die Erfahrungen von den Baustellen fließen bei der Beschaffung ein. Vor allem öffentliche Auftraggeber achten streng darauf, Maschinen einzusetzen, die den vorgegebenen Umweltauflagen entsprechen. Hier ist das Bauunternehmen Markgraf den gesetzlichen Vorgaben und der Konkurrenz einen Schritt voraus. Sie erfüllt die noch strengere Schweizer Umwelt-Norm. Dies ist Voraussetzung, um dort Ausschreibungen zu gewinnen und so Geld zu verdienen. Herbert Schinner geht davon aus, dass die schärferen Normen bald auch in der EU gelten.

Deshalb achtet Markgraf beim Einkauf auf Abgaswerte, die der Gesetzgeber vielleicht noch nicht vorschreibt. Der niedrige Dieselpreis ändert daran nichts. Nach Einschätzung von Schinner wird der bald wieder steigen. So rechnete er vor, dass die neuen, im Auftrag gegebenen Schwerlastkraftwagen acht Liter Kraftstoff auf einhundert Kilometer einsparen und so die Umweltbilanz verbessern. Die Logistik und die Zentralwerkstatt haben den Auftrag, das Unternehmen in Sachen Umwelt auf den modernsten Stand zu halten.

Um das zu erreichen, bindet die Geschäftsleitung um Rainer Markgraf Verbände ein. Mit den Herstellern werden vor Ort Einweisungen vorgenommen. Mensch und Technik werden zusammengebracht.
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