Papa geht in Ruhestand

Lokales
Immenreuth
01.12.2015
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35 Jahre arbeitete Alfred Schuster im SOS Kinderdorf - 25 Jahre als Einrichtungsleiter. Am Freitag verabschiedete sich der "Papa des Kinderdorfes" in den Ruhestand. Zuvor erhielt er viel Lob, weil ihn die drei großen "Hs" auszeichneten.

"Meine Arbeit glich manchmal einem Drahtseilakt", blickte Alfred Schuster zurück. "Der neue Heimleiter sollte immer seine Augen offen halten, aber manchmal auch beide zudrücken", hatte sich ein Kind bei seinem Amtsantritt gewünscht. Herzlich dankte er den Mitarbeitern: "Es war eine schöne Zeit!"

"Im Mittelpunkt stand das Wohl der Kinder", betonte Maria Schwarzfischer, die Regionalleiterin von SOS Kinderdorf Oberpfalz. Als er vor 25 Jahren die Leitung übernahm, habe er das Kinderdorf weiterentwickelt. "Wenn ein Kind als schwierig galt, haben Sie sich besonders dafür eingesetzt und die Kinderdorfmütter unterstützt und motiviert", wusste Schwarzfischer, "Sie waren der Papa des Kinderdorfes, der immer ein offenes Ohr für alle hatte." Die Kinder sollten in allen Angelegenheiten beteiligt sein. Ihre Wünsche sollten berücksichtigt werden. "Daher waren Sie im Gremium für Kinderrechte aktiv." Schuster sei ein Sozialpädagoge alten Schlages mit drei großen "H": "Herz, Hirn und Humor", sagte sie.

"Alfred Schuster hat sich große Verdienste um die Ökumene erworben" hieß es in dem Schreiben von Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiß, das Prodekan Dirk Grafe vorlas. Persönlich dankte Grafe für zwölf Jahre reibungslose Zusammenarbeit. Ingobert Roith von der Heimaufsicht der Regierung der Oberpfalz lobte ebenso die gute Zusammenarbeit.

Jugendamtsleiter Albert Müller hob Schusters Hilfsbereitschaft in Krisenzeiten hervor. Bürgermeister Heinz Lorenz dankte dem scheidenden Heimleiter für sein politisches und soziales Engagement in der Gemeinde. Besonders hob er sein Bemühen hervor, die Kinder aus dem SOS Kinderdorf ins Gemeindeleben zu integrieren.

Als sicheren Hafen bezeichnete Petra Seelk, die Müttersprecherin, das Kinderdorf in Immenreuth. "Alfred Schuster war der Hafenmeister." Die Musikgruppe des Kinderdorfes um Hans Schweizer sorgte für Musik. Schweizer überreichte dem scheidenden "Chef" mit seinen Musikanten zum Abschied eine "goldene" Blockflöte.
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