Pater, Freund, Lexikon

Über ein voll besetztes Gotteshaus freute sich Pater Jacob Kudilumgal (vorne Mitte) bei seiner Verabschiedung im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes, den er zusammen mit den Geistlichen (von links) Pater Joachim Richter, Pfarrer Markus Bruckner und seinem Vorgänger im Amt Kaplan Peter Amevor feiern durfte. Bilder: mez (2)
Lokales
Immenreuth
25.08.2015
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In Immenreuth sagte am Sonntag keine Aushilfe Lebewohl, die Pfarrgemeinde verabschiedete einen Freund. 250 Gäste waren gekommen, um Pater Jacob zu danken und um auf Wiedersehen zu sagen. Etwas spät verriet der Inder eine Eselsbrücke, die bei seinem Namen gute Dienste hätte leisten können.

Am Sonntag verabschiedete die Gemeinde Pfarrvikar Pater Dr. Jacob Kudilumgal doppelt. Nach der Abschiedsmesse folgte eine weltliche Feier in der Mehrzweckhalle.

Mit Pfarrer Markus Bruckner und Pater Joachim Richter zelebrierte Pater Dr. Jacob Kudilumgal den Sonntagsgottesdienst im voll besetzten Gotteshaus. Auch sein Vorgänger stand mit am Altar: Peter Amevor, verbringt bis Mitte September seinen Urlaub in Immenreuth. Musikalisch begleiteten der Kirchenchor sowie Organist Alfred Malzer aus Kirchenlaibach die Feier. Beider Pfarrgemeinden brachten sich in die Feier ein. Am Ende des Gottesdienstes sprachen die Gläubigen ein Gebet für den Vater von Pater Joachim Richter, der im Alter von 79 Jahren wenige Tage zuvor verstorben war.

Freude an der Messe

In der Mehrzweckhalle wollten sich dann 250 Gäste persönlich von Pater Jacob verabschieden. Der Immenreuther Kirchenchor um Heinrich Thurn eröffnete die Feier mit einem Lied, Pfarrer Markus Bruckner richtete dann als erster Worte des Danks an Pater Jacob. Mit ihm gehe ein hervorragender Geistlicher und ein guter Freund. "Mit Jacob verlieren wir aber auch eine Art wandelndes Lexikon, da er wie kein Zweiter die Verwandtschaftsverhältnisse der Gläubigen unserer beiden Pfarreien kannte", attestierte er seinem Kollegen. "Man merkte dir an deiner immer ruhigen Art an, wie gerne du die Heilige Messe feierst", lobte Bruckner.

Der Immenreuther Kinder- und Jugendchor um Leiterin Gerlinde Haberkorn verabschiedete sich mit dem Lied "Momentensammler". Für die politischen Gemeinden sprachen die Bürgermeister Günter Kopp und Heinz Lorenz.

Der Kulmainer Chor "Spirit of fantasy" um Kristina Fröhlich sagte mit zwei Liedern herzlich Lebewohl, die Ministranten schlossen sich an. Das Immenreuther Krippenspielteam um Sibylle Polzin und Heidi Braunreuther hatten ein Abschiedsgedicht geschrieben. Der Kirchenchor um Heinrich Thurn sowie die KAB um Claudia Porst bedankten sich mit einem Abschiedsgeschenk. Viele Gäste bedankten sich mit einer Spende für die Missionsarbeit in seiner Heimat Indien. Pfarrer Markus Bruckner lud nach einem Tischgebet zum Imbiss ein, den die Mitglieder beider Pfarreien vorbereitet hatten.

Der Geehrte selber bedankte sich im Anschluss für die Glückwünsche und Dankesworte. Er begann mit einer Anekdote von seinem ersten Gottesdienst in Immenreuth. Er freute sich, wie gut ein Gläubiger seinen indischen Namen aussprechen konnte. Allerdings klärte ihn dieser auf und verriet ihm seine Eselsbrücke. So müsse man bei "Ku-di-lum-gal" lediglich die Silbentrennung anwenden. "Ku-di" stehe dabei für das Wort "Kundendienst", die der Geistliche an den Gläubigen in der Pfarrei leisten müsse. Er bringt zudem dabei das "Lum"-en Christi, sprich das Licht Christi, das er unter anderem beispielsweise aus dem "Gal"-ater-Briefen entnimmt. Von dieser Erklärung habe er auch oft schon in seiner Heimat Indien seinen Mitbrüdern erzählt.

Allen Mitarbeitern

Pater Jacob dankte anschließend Pfarrer Markus Bruckner, der ihm in den vier Jahren eher wie ein Bruder als ein Chef vorkam. Dann dankte Kudilumgal namentlich allen engen Mitarbeitern wie den Mesnern, Sekretärinnen und weiteren Mitarbeitern beider Pfarreien. Er dankte aktuellen und ehemaligen Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungsmitgliedern sowie den Ministranten, Lektoren und Kommunionhelfern für ihre Arbeit.

Ein herzliches "Vergelt's Gott" galt auch den beiden politischen Gemeinden, den Vereinen und Institutionen, sowie allen Mitarbeitern. Sein besonderer Dank galt der evangelischen Kirchengemeinde um Pfarrer Dirk Grafe, sowie zu guter Letzt allen Personen, die ihn geholfen und unterstützt haben. Sollte er in seiner Amtszeit jemanden verärgert haben, bat er um Verzeihung.
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