Rainer Markgraf erläutert Ziele seiner Stiftung und Pläne für seine Firma
Leistungsbereite Jugend fördern

Rainer Markgraf (Mitte) erläuterte seine Ziele. Aufmerksame Zuhörer waren (von links) die Bürgermeister Heinz Lorenz (Immenreuth), Werner Nickl (Kemnath) Betriebsratsvorsitzender Thomas Schmidt, (von rechts), Roland Söllner (Ausbildungsverantwortlicher Tiefbau), Bürgermeister Günter Kopp (Kulmain) und Ausbildungskoordinator Frank Gräbner. Bild: ak
Lokales
Immenreuth
11.02.2015
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Vorzüglich aufgestellt für die Aufgaben im gesamten Unternehmen sieht sich die W. Markgraf GmbH & Co. KG. In einem Informationsgespräch zum Ausbildungstag (wir berichteten) gab Geschäftsführer Rainer Markgraf einen Einblick in die Geschäftsfelder, -lage und die Unternehmensphilosophie.

Eine gemeinnützige Stiftung soll die Zukunft des Unternehmens sichern. Seit November arbeitet diese Gesellschaft. Für 2015 sind Dividenden nutzbar, die von der Firma bis zum 21. Dezember in die Stiftung fließen". Diese solle die leistungsbereite Jugend in den Kernregionen Oberpfalz und Oberfranken fördern. "Das Wissen um die demografische Entwicklung nutzt uns nichts, wenn unsere jungen Leute wegziehen. Wir müssen alles tun, dass sie hier bleiben."

Filme über die Heimat

Stiftungsmittel sollen je einen Film finanzieren über die Oberpfalz, und unser Oberfranken". Markgraf macht kein Geheimnis daraus, dass ihn die Sendereihe des Bayerischen Rundfunks "Schöne Oberpfalz" gar nicht gefallen hat. Er will die Region zeigen wie sie ist: leistungs- und zukunftsfähig. "Ich will eine Filmdokumentation haben, die unsere Regionen so darstellt wie sie sind - stark, selbstbewusst und authentisch, so wie wir." Rund 80 000 Euro werde die Stiftung dafür investieren. "Wir haben tolle Menschen, wir liegen in der Mitte Europas, wir liegen sowohl in Sachen Weltmarktführern als auch bei den innovativsten Firmen Bayerns ganz vorne. Wir dürfen uns nicht verstecken, sondern müssen unsere breite Brust zeigen."

Markgraf präsentierte zudem sehr positive Geschäftszahlen. 107 Bonitätspunkte der Creditreform-Wertung zeugten von der Finanzstärke des Unternehmens. "Unser Ziel ist es, weiter nach der Vorgabe des Firmengründers bankenunabhängig - auch zum Wohle unserer Mitarbeiter - zu bleiben." Dies stehe für weitere 40 Jahre in der Stiftungssatzung.

350 Millionen Euro als Bausumme in neun EU-Ländern mit Hornbach, Lidl, Fressnapf und der Deutschen Bahn in der Schweiz als Hauptkunden untermauerten die Leistungsfähigkeit der Firma. Diese beschäftige derzeit 800 Mitarbeiter, 52 Studenten und Praktikanten. Die Ausbildungsquote betrage 9,5 Prozent. Die Markgraf-Azubis gehörten zu den Besten Deutschlands, betonte Markgraf, der die Rente mit 63 scharf kritisierte. Ab 2019 werden der deutschen Wirtschaft massiv Arbeitnehmer fehlen.

Groß wie 51 Fußballfelder

Größtes Bauprojekt derzeit sei der Bau des Consolidation-Centers für Daimler Real Estate in Speyer. Dort entsteht auf einer Fläche von 51 Fußballfeldern eine 400 mal 1048 Meter große Halle, in die alle DB-Zulieferer einziehen werden. In Schwabing wird die Microsoft-Hauptverwaltung und in Bayreuth das Studentenwohnheim gebaut. Für Kali & Salz entsteht eine 62 Kilometer lange Stahlleitung zwischen Fulda und der Werra zum Ableiten der Sickerwässer.

"Es gibt keine zwei gleichen Baustellen auf der Welt. Um diese mit Fachpersonal bedienen zu können, werben wir um den Nachwuchs", betonte Markgraf. Mit betrieblicher Weiterbildung, Gesundheitsmanagement, zeitgemäßen Arbeitsplätzen und moderner Fahrzeugflotte gehöre sein Unternehmen zu den Top-Arbeitgebern in der Baubranche.
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