Schüler des Sonderschulpädagogischen Förderzentrums sammeln Erfahrungen
Blick ins Berufsleben

Axel Sieber (rechts) gewährte der Schülergruppe Einblicke bei der Firma Trassl-Plastik. Bild: ak
Lokales
Immenreuth
28.10.2014
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Vor den Fragen "Was kann ich und was will ich werden, wo ist ein Ausbildungsplatz für mich frei?" stehen viele Schüler, die am Ende der Schulzeit ins Berufsleben entlassen werden. Um den Schülern der älteren Jahrgangsstufen am Förderzentrum diese Entscheidung zu erleichtern, machen sie aktuell ein zweiwöchiges Praktikum, um einen ersten Blick in den neuen Lebensabschnitt zu wagen. Die künftigen Auszubildenden erhalten im ersten Abschnitt die Möglichkeit, sich in verschiedene Berufsrichtungen hinein zu tasten und Berufszweige in heimischen Betrieben kennenzulernen.

Im Vorgriff darauf unternahm die siebte Jahrgangsstufe mit Sonderschulrektor Wolfgang Schmid und Fachlehrerin Thekla Franz eine Betriebserkundung in der Firma Trassl-Plastik in Immenreuth. Firmenchef Axel Sieber nahm sich Zeit, ihnen seinen Betrieb und Fertigung zu zeigen sowie den Produktionsablauf zu erklären. Er berichtete, dass seine Firma als Glashütte gegründet wurde und sich als eines der ersten deutschen Unternehmen ab 1957 der Kunststoffverarbeitung widmete.

Knapp 100 Mitarbeiter

Das Familienunternehmen beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter. Im Betrieb werden mittels Extrusionsblasanlagen Standardformen, spezifische Hohlkörper und verschiedenste technische Teile wie Plastikflaschen für Kosmetik-, Lebensmittel und Autoindustrie fabriziert.

Stets werden neuartige Verpackungen entwickelt und ergänzen das Standardsortiment. Die Schüler erfuhren, dass Elektriker, Verfahrensmechaniker, Werkzeugmacher, Büro- und Industriekaufleute beschäftigt sind und ausgebildet werden. Bei einem Rundgang gewannen die Schüler einen Eindruck von der Arbeit an den rund 30 in Schichtarbeit bedienten Maschinen und der Produktpalette.

Seit vielen Jahren sind das vorbereitende Berufspraktikum und diverse Betriebserkundungen beständiger Part des Lehrplanes an Förderzentren. Während des Praktikums gewinnen die Schüler ein konkretes Bild vom ausgewählten Beruf und ihrer Eignung.
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