Vogelschützer erwerben weiteres Areal am Poppenberg
Magerwiese als fette Beute

Nicht nur die Fernsicht ist etwas Besonderes. Auch die Wiese am Poppenberg bietet etwas fürs Auge, das es sonst nur mehr selten gibt: bedrohte Pflanzen und Tiere. Bild: bkr
Lokales
Immenreuth
15.01.2015
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Eine Rodungsinsel am Poppenberg ist der neueste Schatz des Landesbundes für Vogelschutz (LBV). Die naturbelassene Wiese wird schon seit 15 Jahren extensiv bewirtschaftet, nun gehört sie den Naturschützern.

Der LBV möchte die 7,2-Hektar-Fläche nicht nur erhalten. Vielmehr wollen die Vogelschützer das Areal mit seinem feuchten Grünland und von Quellaustritten durchzogenen Waldflächen verbessern. Immer mehr landwirtschaftliche Flächen werden für die Energiegewinnung genutzt, das hat negative Folgen für die Artenvielfalt in der Heimat. Der Erwerb der nährstoffarmen Bergwiese mit ihrem Bärwurzbestand dient zudem der Biotopvernetzung. Der LBV plant auch, das Gebiet mit Rotem Höhenvieh zu beweiden. Damit holt der Verband eine weitere, einst heimische Art zurück in die Oberpfalz.

Neben der Rodungsinsel erwarb der LBV eine 2,5 Hektar große Fläche bei Ahornberg. Mit der vor Jahren gekauften 3,9 Hektar großen Feuchtwiese bei Günzlas, die dem Schwarzstorch Nahrung bietet, verfügen die Vogelfreunde in Immenreuth nun über ein Areal von 13,6 Hektar. Sie ergänzen das Naturschutzgebiet Hirschberg- und Heidweiher (28,13 Hektar) sowie die Biotopflächen des Vereins für den Schutz wertvoller Landschafsbestandteile in der Oberpfalz (VSL). Außerhalb des Naturschutzgebiets pflegt der VSL 8,1 Hektar Wiesen mit Pflanzen und Insekten der Roten Liste. Die Gemeinde weist 49,7 Hektar geschützte Flächen auf. Die Kleinode prägen die Kommune.
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