"Zeit durchstehen"

Das hat endlich sein müssen.
Lokales
Immenreuth
15.01.2015
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Mut und Zuversicht machte Fraktionssprecher Erich Hader den Genossen in der Jahreshauptversammlung. Die SPD sei nur noch mit drei Mandaten im Gemeinderat vertreten, "aber diese Zeit müssen wir halt durchstehen".

(stg) Erich Hader widersprach der "wahrheitswidrigen" Darstellung im Wahlkampf, dass die Gemeinde pleite ist. Dass die Finanzlage in Ordnung ist, zeige die Stabilisierungshilfe für die Kommune, die gering ausgefallen sei.

Er informierte, dass der zweite Bürgermeister im Vergleich zur vorherigen Wahlperiode die doppelte Besoldung erhalte. Eine ursprünglich angestrebte Verdreifachung habe auch Dank des Widerstands der SPD-Räte verhindert werden können. Ausführlich ging Hader unter anderem au Themen wie Neubau des Kindergartens, Angebot des britischen Investmentunternehmens an die Gemeinde, das Bahnhofsgebäude zu kaufen, und Erschließung des Baugebiets Steinäcker ein. Wenig habe sich in den vergangenen Monaten bei der Friedhofsanierung getan. Froh zeigte sich Hader darüber, dass ein neuer Kämmerer gefunden wurde: Diese Tätigkeit sei in den vergangenen Monaten vom Bürgermeister und früheren Kämmerer in Personalunion geführt worden. Jetzt habe der Bürgermeister mehr Zeit für sein neues Amt.

Im Mittelpunkt der Ausführungen von Kreisrätin Brigitte Scharf stand die "Handschrift" der SPD in der Großen Koalition in Berlin. Zuvor machte die Gastrednerin ihrem Unmut Luft über die "angebräunte Bagage" von Pegida: "Wenn ich das höre und sehe, dann kommt mir das kalte Grausen."

Mit Blick auf die Politik in Berlin führte die Rednerin aus, dass dank SPD-Ministerin Andrea Nahles Vieles auf die Beine gestellt werden konnte. So gelte seit 1. Januar der Mindestlohn. "Das hat endlich sein müssen", stellte Scharf fest. Trotz vielen Geschreis aus den bekannten Ecken werde deswegen Deutschland nicht untergehen. Die SPD könne vielmehr stolz darauf sein, dieses Ziel in praktische Politik umgesetzt zu haben. Scharf sprach außerdem die Rentenpolitik an: Die SPD habe die abschlagsfreie Rente ab 63 nach 45 Beitragsjahren durchgesetzt. Seit Juli 2014 sei dies Gesetz. Im Rentenpaket stecke außerdem, eine Anhebung der Erwerbsminderungsrente. " Das Rentenpaket bedeutet eine konkrete Verbesserungen für das Leben der Menschen, die Jahrzehnte lang hart gearbeitet haben."
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