Zukunft kostet Geld

Die verbleibenden Aufwendungen für Erweiterung und Sanierung des Kindergartens (Investitionsvolumen 1,3 Millionen Euro) belasten nicht mehr den Haushalt 2015. Die Ausgaben erfolgen über verbuchte Reste aus dem Vorjahr. Bild: bkr
Lokales
Immenreuth
20.04.2015
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Immenreuth investiert in die Zukunft. Das kostet Geld, viel Geld. Neue Kredite müssen aufgenommen werden, so dass der Schuldenstand von 2,8 auf 3,5 Millionen Euro bis zum Jahresende steigen wird. Dies bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1877 Euro.

Der Gemeinderat verabschiedete einstimmig den Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 6,38 Millionen Euro. Dabei entfallen auf den Verwaltungshaushalt 3 487 300 und den Vermögenshaushalt 2 893 200 Euro. Mit einer Million bildet die Erschließung des ersten Abschnittes des Baugebiets Steinäcker den dicksten Brocken im Vermögenshaushalt.

Für den Grunderwerb insgesamt werden 610 000 Euro ausgegeben, jedoch Flächen für 288 000 Euro wieder veräußert. Weitere Ausgaben sind Digitalfunk (35 000 ), Beschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges für die Feuerwehr (55 000 ), der Investitionszuschuss zum Naturerlebnisbad (73 000), die Befestigung der Flächen des Bauhofs (80 000 ) und eine ordentliche Tilgung von 183 500 Euro, die bei einer vollen Kreditaufnahme noch um weitere 20 000 Euro steigen kann.

Fehlbetrag ausgleichen

Gedeckt werden muss noch ein Fehlbetrag von 481 000 Euro aus dem Haushaltsjahr 2013. Er wurde verursacht durch den Gewerbesteuereinbruch, die höhere Kreisumlage und niedrigere Schlüsselzuweisungen. Die restlichen Ausgaben im Vermögenshaushalt erbringen eine Summe von 395 700 Euro. Die Ausgaben für die Erweiterung und den Umbau des Kindergartens - Bauvolumen 1,3 Millionen Euro - werden durch die Übernahme von Haushaltsresten aus dem Jahr 2014 gesichert. Den abzudeckenden Fehlbetrag von 870 000 Euro gilt es über eine Kreditaufnahme beim Vermögenshaushalt auszugleichen. Die größten Einnahmeblöcke sind hier der Investitionszuschuss für den Kindergarten (563 000 Euro), die zu erhebenden Erschließungsbeiträge für den Abschnitt I des Baugebiets Steinäcker (396 000), Grundstücksverkäufe (288 000), Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (236 800 ), Investitionspauschale (127 900 ) und "sonstige Einnahmen" (411 500 Euro).

In die fließen Kfz- und Umsatzsteueranteil (137 900 Euro), Grundsteuer A/B (183 500), Gewerbesteuer (160 000), Zuschuss zu den Betriebskosten Kindergarten (215 000), Schlüsselzuweisungen (745 700), Einkommensteueranteil (770 000) und restliche Einnahmen aus internen Verrechnungen (1 275 200 Euro).

An Zinsen zahlt die Gemeinde 78 200 Euro, an Gastschulbeiträgen 70 000, an die Kläranlage Kemnath 72 000, für Betriebskosten Kindergarten 430 000 , an eigenen Personalkosten 600 200 und an Kreisumlage 650 000 . Auf 1 350 100 Euro summieren sich die restlichen Aufwendungen, die größtenteils durch interne Verrechnungen entstehen.

Stabile Kreisumlage

Ein Plus von 109 536 Euro verzeichnete Kämmerer Thomas Kaufmann bei den Schlüsselzuweisungen, stabil blieb die Kreisumlage. Unter dem bayerischen Durchschnitt von 616,16 Euro rangiert die Steuerkraft. Sie beläuft sich bei den 1874 Einwohnern der Gemeinde auf 440,22 Euro.

Nach den Worten von Kämmerer Kaufmann berücksichtigt der Haushalt noch nicht die neu zu kalkulierenden Gebühren bei Wasser, Kanal und Friedhof.
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