Albert Rupprecht lobt niedrige Arbeitslosenquote und mahnt Landarzt-Quote an
Vier Prozent nicht selbstverständlich

Über seine Arbeit im und für den Landkreis sprach Albert Rupprecht. Zuhörer waren unter anderem Vorsitzender Lothar Porst, Kreisrat Bernhard Söllner, Bürgermeister Heinz Lorenz und Fraktionssprecher Josef Hecht (von rechts). Bild: mez
Politik
Immenreuth
19.04.2016
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Beim weiteren Ausbau der Breitbandversorgung kann die Gemeinde auf die Unterstützung von Albert Rupprecht zählten. Bürgermeister Heinz Lorenz dankte dem Bundestagsabgeordneten in der Jahreshauptversammlung für die bisherige Hilfe. So sei der LTE-Mast bei der Firma Markgraf erst nach dessen Fürsprache bei Dr. Hans-Martin Rummenhohl, Leiter des Telekom-Regionalbüros Bayern, möglich geworden.

Ob die Gemeinde beim frühzeitigen Hochschalten der Innerortsversorgung auf 100 Megabit pro Sekunde Mittel aus der dafür erhaltenen Förderung zurückzahlen müsste, ist noch offen. Rupprecht versprach, dies näher zu prüfen.

Er erinnerte in seinem Bericht an das Engagement der Bürgerinitiativen, mit dem die geplante Amprion-Trasse verhindert wurde. Hierfür dankte der Redner auch seinem Landtagskollegen Tobias Reiß. Beim erneuten Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, zwei Trassen auf teils bestehende Leitungen mit zu legen, sei zumindest die Möglichkeit der Erdverkabelung mit in das Gesetz aufgenommen worden.

Durch den Endpunkt bei Landshut werde die Trasse auch durch die Oberpfalz verlaufen. Sollte die Trasse entlang der A 9 bei Bayreuth in Richtung Osten führen, um entlang der A 93 weiter Richtung Süden zu gehen, werde auch die Region betroffen sein. Die Bundesnetzagentur gewichte derzeit die Kriterien, nach denen sich die Firma Tennet bei der Erstellung der Trasse zu richten habe.

Die Arbeitslosenquote sei mit rund vier Prozent sehr niedrig, was keine Selbstverständlichkeit sei, meinte der Abgeordnete im Hinblick auf die Porzellan- und Textilbranchenkrise. Rund 1700 neue Arbeitsplätze seien seit 2002 im Bereich Bundeswehr, Zoll und Bundespolizei entstanden.

Aber auch die Qualifizierung junger Leute ist ein Thema, das den Politiker nach wie vor antreibt. "Wir müssen noch mehr junge Leute auch bei uns ausbilden, damit sich diese nicht bereits mit dem Beginn des Studiums von unserer Region verabschieden." Er hob dabei das Engagement des Landkreises bei der EDV-Schule in Wiesau und die Bedeutung der OTH in Weiden hervor. Als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung im Bundesministerium versucht er erneut, Fördergelder in die Region zu lenken.

Auch die Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg, sowie die Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit Fachärzten sprach Rupprecht an. Er forderte auf diesem Gebiet eine Landarzt-Quote, die beim Studium mit berücksichtigt werden soll.

Der Gemeinde zollte der Abgeordnete Respekt für die Aufnahme von Flüchtlingen. Das sei in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Er warne in Berlin aber auch immer wieder vor einer Überforderung der einfachen Leute. Manchmal sei ein Schritt zurück auch nicht falsch. (Kurz notiert)
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