Bahnhaltepunkt fast fertig
Ende einer langen Reise

Der neue Haltepunkt macht einen guten Eindruck und ist durch den Einsatz der Gemeinde barrierefrei zu erreichen. Bild: bkr
Politik
Immenreuth
17.06.2016
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Fast geschafft. In Immenreuth ist der neue Bahnhaltepunkt beinahe fertig: Erste Planungen dafür stammen aus dem Jahr 1994. Die Gemeinde hat einiges dafür getan, dass diese nicht umgesetzt werden.

Der neue Bahnhaltepunkt ist fast fertig. Was noch fehlt, ist der Fahrkartenautomat auf Steig 1 und der barrierefreie Zugang zu Gleis 2. Die Arbeiter der Firma BUG Verkehrsbau sind bereits abgereist und kommen erst im August wieder. Dann wird der alte eiserne Steg beim Bahnhof abgebrochen. In dieser Woche wird noch das Schotterbett am neuen Haltepunkt verdichtet. Die offizielle Inbetriebnahme der neuen Haltestelle ist für 31. Juli geplant.

Groß sind die Forderungen nach barrierefreien Zugängen im öffentlichen Bereich. Beim neuen Haltepunkt war dies jedoch kein Thema mehr. Nach den uralten, aus dem Jahr 1994 stammenden Plänen, hätte der Ausbau erfolgen sollen. Für Behinderte, Mütter mit Kinderwagen, Kinder und Fahrgäste mit großem Gepäck wären das Ein- und Aussteigen sowie der Zugang weiter schwierig gewesen. Die Gemeinde stellte sich deshalb auf die Hinterfüße. Sie erreichte, dass Fahrgäste höhengleich in die Züge ein- und aussteigen können. Wie Bürgermeister Heinz Lorenz auf Anfrage sagte, habe die Kommune auch 1000 Euro aus ihrer Kasse genommen, um den Bordstein zur Straße abzusenken und die Bushaltestelle von Stolperfallen und Hindernissen zu befreien. Weder Bahn noch der Straßenbaulastträger sahen sich dazu verpflichtet.

Weitere Schritte


In einem weiteren Schritt soll der Zugang zum Gleis 2 auf der Nordseite barrierefrei gestaltet werden. Die Gemeinde will die Arbeiten ausführen. Die Bahn selbst sieht dafür keinen Bedarf. Was noch fehlt, ist die Zustimmung von oberster Stelle, denn einen kundenfreundlichen Zugang auf Bahngrund zu schaffen, ist nicht einfach. "Drei Prozent Gefälle sind hervorragend. Sechs dürften es sein", sagt Bürgermeister Heinz Lorenz. Bis zur Eröffnung hofft er, die paar stufenlosen Meter errichten zu dürfen.
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