Bürgerversammlung in Plößberg
Wasser macht noch viel Arbeit

In der Gemeinde geht es vorwärts, auch wenn die finanzielle Situation den Elan etwas bremst. Bürgermeister Heinz Lorenz (links) durfte sich trotzdem freuen: Die Bürger haben fast keine Probleme. Bild: bkr
Politik
Immenreuth
15.11.2016
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In der zweiten Bürgerversammlung im Feuerwehrgerätehaus Plößberg gab es nur zwei Anfragen. Bürgermeister Heinz Lorenz konnte sie unmittelbar klären. Vor 25 Bürgern sprach er von einer erfreulichen Entwicklung der Gemeinde. Allerdings verhinderten finanzielle Engpässe, dass alle Wünsche sofort realisiert werden.

Einen Berg an Arbeit sieht Lorenz durch die ablaufenden Genehmigungen für die Wassergewinnung und Abwasserentsorgung auf die Kommune zu kommen. Alle 20 Jahre müssen die Genehmigungen erneuert werden. Grundlegend änderten sich dafür die Vorschriften und die Denkweisen. "Für jeden Quadratmeter müsse jetzt Berechnungen gemacht werden", stöhnte Lorenz leicht. Zum Schutz des Trinkwassers reiche es nicht mehr aus, einfach mit dem Zirkel Schutzzonen um den Tiefbrunnen zu ziehen. Geologische Untersuchungen, die auch klären, woher kommt das Wasser, seien erforderlich.

Dies werde großen Einfluss auf die Wasserschutzgebiete mit sich bringen, kündigte er an. Drei neue Überlaufbecken für Oberflächenwasser seien zu errichten. Eines davon für Plößberg. Alle Kosten habe die Gemeinde zu tragen.

Straßenleuchte "blinkt


Zwei Problemchen hatten die Bürger. Das erste war eine nicht ordentlich funktionierende Straßenleuchte in Katzenöd. "Sie geht oder geht nicht. Alle Viertelstunde geht sie aus und dann wieder an", hieß es. Hier wurde auf die Zuständigkeit von Bayernwerk verwiesen. Schnell geklärt war auch die Frage, wie Elektroschrott zu entsorgen ist: entweder über die Sperrmüllabfuhr oder über die Händler.

Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Plößberg nach Günzlas ist erst im zweiten Schritt des Kernwegenetzesausbaus der Steinwald-Allianz dabei. Finanziell hätte man dies im ersten Schritt nicht stemmen können, räumte Lorenz ein. Entspannen wird sich die Parkplatzsituation beim Kindergarten. Bei der Dorferneuerung werden zusätzliche Stellflächen entstehen. Ungeachtet dessen bietet die Familie Buchbinder die Nutzung von Abstellflächen bei ihrem ehemaligen Blumengeschäft an.

Einen Boom verzeichnete der Versammlungsleiter beim Campingplatz. Größere Bäume seien aus Gründen der Sicherheit entfernt worden. In den nächsten Jahren stehen dort die Sanierung des Campinggebäudes und die Anpassung der Stromanschlüsse an den europäischen Standard an. Den Breitbandausbau in der Kommune werden nach Zusicherung der Telekom nur bayerische Firmen ausführen. Vor Beginn der Erschließungsmaßnahmen wird zu einem Informationsabend geladen.

Neben dem Naturerlebnisbad erhält auch das Rathaus im kommenden Jahr einen Hotspot. W-LAN-Empfang für 600 Nutzer zum Surfen im Internet ist dann in beiden Ortsbereichen gleichzeitig möglich.

Mehr Grundschüler


Die Zahl der Grundschüler wird von derzeit 79 auf 110 durch geburtenstarke Jahrgänge steigen. Dies macht nach den Worten von Lorenz eine flexible Anpassung der Räume im Schulzentrum erforderlich. Mit dem Landkreis Tirschenreuth wurde deshalb eine jährliche Aufteilung zwischen Grundschule und Sonderpädagogischem Förderzentrum vereinbart. Die 4. Klasse erhält eine PC-Ausstattung.

Dank an "Leiharbeiter"Im Landkreis beherbergt die Gemeinde Immenreuth pro Kopf gesehen die meisten Flüchtlinge. Ein großes Lob zollte das Gemeindeoberhaupt dem Helferkreis: "Die Leute engagieren sich super." Ein Dank galt auch Tannenberg-Verein, der den Skiliftbetrieb unterstützt, den Fan-Park betreut und im Skiliftgebäude eine schöne Küche für warme Getränke und kleine Imbisse eingerichtet hat.

Einen weiterer Dank galt der Wasserwacht, die in der etwas verregneten Saison rund 120 kleinere Blessuren und Ähnliches versorgt hat. Ebenso würdigte Lorenz Eberhard Besold, Gemeinderat und Sachbearbeiter für Renten- und Sozialangelegenheiten in Kulmain. Er habe aushilfsweise während der längeren Erkrankung der eigenen Sachbearbeiterin die anfallenden Rentensachen bearbeitet. (bkr)
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