Stellungnahmen zum Bebauungsplan Steinäcker im Gemeinderat
Pferde und Kühe machen Mühe

Politik
Immenreuth
24.09.2016
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Der Bebauungsplan Steinäcker erreicht die Zielgerade. Der Gemeinderat behandelte am Donnerstag die eingegangenen Einwendungen und Widersprüche. Im Idealfall kann das Gremium im November die Satzung beschließen.

Die erneut vorgebrachten Einwendungen, Stellungnahmen und Widersprüche erläuterte Michael Wagner vom Planungsbüro Schultes aus Grafenwöhr. Zentrale Probleme bildeten die emissionsschutzrechtlichen Auflagen für den Pferdehof Müller und die Bestandsicherung des Milchviehbetriebs Moller.

Vor allem gegen die Forderung, eine Emissionswand beziehungsweise eine Hecke entlang der Parzelle 74 zu errichten, wandte sich der Pferdehof Müller. Er sieht allgemein durch die Auflagen eine Gefährdung der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen. Die geschlossene, zwei Meter hohe Zaunwand zu der Parzelle erachtet auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als "weder praxistauglich noch notwendig". Eine durch einen Drahtzaun geschützte Hecke würde nach Meinung der Behörde den gleichen Zweck erfüllen. Mit dem Pferdehalter sollte entlang der Straßen und Wege der Koppelfläche über eine befestigte Eingrünung mit einer Hecke gesprochen werden. Dies wäre auch für das Ortsbild weniger schädlich.

In der Stellungnahme dazu betont die Gemeinde, dass am Grundsatz der Abschirmmaßnahmen festgehalten werde und diese vom Eigentümer errichtet und unterhalten werden müssen.

Gefährdet sieht das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den Milchviehbetrieb Moller, weil er auf seinem Standort nicht mehr modernisieren und erweitern kann. Der gleichzeitig vorgetragene Wunsch, eine Ersatzfläche mit gleichzeitiger Abfindung des vorhandenen Anwesens bereitzustellen, wurde in der Abwägung mangels einer rechtlichen Grundlage zurückgewiesen.

Bürgermeister Heinz Lorenz betonte zu der bedauerlichen Einschränkung des Milchviehbetriebs, dass der Bebauungsplan Steinäcker nicht zu den negativen Auswirkungen führt. Vielmehr sei er im Ort baurechtlich so eingeschränkt, dass er wegen der bestehenden Wohnbebauung nicht erweitert werden kann.

Eine verkürzte Beteiligung mit einer öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes schließt sich nun im Oktober an.
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