Ahornberger haben bei Versammlung viele Anliegen
Lange Wunschliste

Lebhaft, offen und konstruktiv diskutierten die Teilnehmer bei der Bürgerversammlung. Sie brachten außerdem Wünsche und Anregungen vor, die Bürgermeister Heinz Lorenz gerne annahm. Bild: bkr
Vermischtes
Immenreuth
20.11.2016
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Die dritte und letzte Bürgerversammlung der Gemeinde im Feuerwehrgerätehaus Ahornberg fand den größten Zuspruch und brachte auch die größte Wunschliste mit sich. "Hat die Gemeindeverwaltung gut gearbeitet?", lautete die erste Meldung nach dem Bericht von Bürgermeister Heinz Lorenz. Sie leitete einen regelrechten Fragen-Marathon ein.

/Ahornberg. Die Ahornberger wollten wissen, warum die Gemeinde bis dato nur 47 Euro pro Kopf Stabilisierungshilfe erhielt und Kulmain dagegen 600. Bürgermeister Heinz Lorenz nannte als einen der Gründe, dass für den Anspruch auf Stabilisierungshilfe die wachsende Einwohnerzahl und die gute Steuerkraft schädlich sei. "Da kann man die Anträge noch so gut ausfüllen", bedauerte er. Die Stabilisierungshilfe war lange nicht alles, was die Ahornberger wissen wollten:

Friedhof: "Kann man die Hecke nicht schöner schneiden?", bemängelten Bürger. Dadurch, dass jährlich der Rückschnitt einige Zentimeter über dem des Vorjahres sei, wachse die Hecke ständig in die Höhe.

Glasfaser: Die Teilnehmer forderten, beim Verlegen des Kabels nach Hölzlmühle gleich das Feuerwehrgerätehaus mit anzuschließen. Dem Wunsch will Bürgermeister Heinz Lorenz gerne nachkommen.

Schadersberg: Radfahrer stehen oft ratlos vor dem Weiler und wissen aufgrund fehlender Hinweisschilder nicht, wo es lang geht. Wegweiser wurden deshalb angeregt.

Kriegerdenkma l: Das 1958 erbaute Ehrenmal weist lose Steine im Mauerwerk auf und die Bepflanzung bedarf einer Verbesserung. Zudem könnte bei einer Sanierung das ringförmige Mauerwerk zugunsten des Straßenverkehrs enger gefasst werden. Eine Sanierung bei der Dorferneuerung zog Lorenz in Erwägung. Er bat gleichzeitig die Ahornberger, ihre Ideen dem Bauausschuss vorzulegen.

Kapelle: Vor sieben Jahren wurde das Blechdach neu gestrichen. Die Farbe kostete 1000 Euro und ist jetzt wieder abgeblättert. Die Kapelle ist ein denkmalwürdiges Gebäude. Eine andere Eindeckung lasse sich deshalb nicht so leicht realisieren.

Kläranlage Kemnath: Die Sanierung der Kläranlage steht an. Dort werden auch die Abwässer der Gemeinde Immenreuth behandelt. Ein Bürger stellte deshalb die Frage, ob die auf Immenreuth fallenden Investitionskosten auf die Grundstücke umgelegt oder in die Gebührenberechnung einfließen. Der Gemeindeanteil, so der Bürgermeister, wird sich in den Gebühren niederschlagen. Vorsorglich wurde dies bereits bei der letzten Berechnung der Abwassergebühren berücksichtigt. 2019 steht die Neuberechnung der Gebühren an.

Wasserversorgung: Aufgrund des anstehenden Wasserrechtsverfahrens wurde befürchtet, die Quelle im Flötztal könnte geschlossen oder müsste aufwendig saniert werden. Lorenz informierte dazu, dass die Quelle den hygienischen Erfordernissen angepasst werden muss. Der Umfang werde zurzeit ermittelt. Aufgrund der hohen Wasserqualität ist die Quelle zu erhalten. Ein großer Sanierungsbedarf ist nicht erkennbar. Im ersten Halbjahr 2017 werde das Sanierungskonzept vorliegen.

Hundekot: "Wir brauchen stärkere Maßnahmen." Massiv wurde über die Hundehäufchen gewettert. Die Teilnehmer der Versammlung forderten saftige Strafen für uneinsichtige Hundebesitzer. Lorenz appellierte an die Bürger, Hundebesitzer bei Verstößen direkt anzusprechen oder zu melden. Die Gemeinde habe die Möglichkeit, Bußgelder zu verhängen.
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