Alarm schrillt so oft wie nie zuvor
Punreuther Wehr rückt vergangenes Jahr zu 23 Einsätzen aus

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Immenreuth
26.01.2016
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Die Punreuther Feuerwehr war im alten Jahr mit 23 Einsätzen und 214,3 Einsatzstunden so oft gefordert wie noch nie. Sie sieht sich neuen Herausforderungen gegenüber und will sie annehmen. Dazu dient auch der Schritt, etwas müde gewordene Aktive wieder zu motivieren oder vorübergehend passiv zu stellen.

Eine regelmäßige Teilnahme an den Übungen und der Ausbildung sieht Kommandant Gerhard Popp als notwendig an, um den Anforderungen gewachsen zu sein. Das Einsatzspektrum erweitert sich ständig, wie seiner Statistik zu entnehmen war. Popp verzeichnete neben drei Bränden zwei Sicherheitswachen, einen Fehlalarm, sechs sonstige Einsätze und elf Technische Hilfeleistungen. Von der Personenrettung bei Unfällen, Fahrbahnreinigungen, Beseitigung von Bäumen über der Straße bis hin zur Rettung eines Schweins aus einer Güllegrube war die Wehr gefordert.

Nicht nur durch praktische und theoretische Übungen blieben die 46 Floriansjünger fit. Johannes Braun schloss den Atemschutzlehrgang ab, Michael Schroller und Sebastian Müller bildeten sich im Brandhaus Würzburg weiter. Thomas Brunner und Michael Dötterl absolvierten den Maschinistenlehrgang und erwarben den Feuerwehrführerschein. 17 Leistungsabzeichen und vier Abzeichen Ü 40 legten die Aktiven ab. Eine komplette Damengruppe bewies dabei, im Ernstfall auch ohne männliche Unterstützung einem Einsatz gewachsen zu sein.

Vor seinen 14 Damen zog Kommandant Gerhard Popp seinen Hut. Sie erzeugten in den Medien viel Aufmerksamkeit, über die auch Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther sehr stolz war.

Umgang mit der Motorsäge


Die Anforderungen an die Wehr werden auch 2016 wieder groß sein. Kommandant Popp kündigte mehrere Atemschutzausbildungen und für Februar einen großen Erste-Hilfe-Kurs an. Vom 11. bis 16. April läuft ein Motorsägekurs mit Spannungssimulator. Dazu sind auch die Immenreuther und Ahornberger Wehren eingeladen.

Kräftig trainiert und gelernt hat laut Kathrin Dötterl der Nachwuchs. Vier Mädchen waren es am Jahresanfang, durch den Übertritt zur aktiven Wehr am Jahresende nur noch drei. 27 Übungen wurden absolviert und an den Ausbildungen der Aktiven teilgenommen. Jugendleistungsspangen legten die Mädchen ab. Sie stellten sich den Anforderungen des Leistungsmarschs sowie Wissenstests und erwarben zwei Leistungsabzeichen.

Mehr junge Nachwuchskräfte wünschte Bürgermeister Heinz Lorenz der Feuerwehr. Er sah die Ausbildung auf einem hohen Niveau. Sein Dank galt den Jugendwartinnen Kathrin und Simone Dötterl sowie den Aktiven für deren Elan.

Die hohen Einsatzleistungen beleuchtete Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther. Er gab aber auch zu bedenken, dass der Feuerwehrdienst eine mit Risiko behaftete Tätigkeit sei. Regelmäßige Übungen seien deshalb unerlässlich. Braunreuther dankte den Punreuthern für ihre Zusammenarbeit mit den Immenreuthern, was gleichzeitig zu mehr Alarmierungen führe, fügte er an. Der Kreisbrandinspektor lobte die Wehr als sehr flexibel und agil. Bei ihr sehe er viele Talente, die er gerne überörtlich einsetzen würde.

KinderfeuerwehrDer erste Schritt Richtung Kinderfeuerwehr bei den Brandschützern ist gemacht. In der Jahreshauptversammlung am Samstag im Plößberger Gerätehaus änderte der Verein einstimmig seine Satzung. Das bisher geltende Mindestalter von zwölf Jahren für die Mitgliedschaft wurde aufgehoben. Kindern und Jugendlichen jeglichen Alters steht damit die Tür zu den Brandschützern offen.

Beim Aufbau der Kinderfeuerwehr wollen die Punreuther Hand in Hand mit den Immenreuther Kameraden gehen, die vor kurzem eine entsprechende Satzungsänderung beschlossen haben. Auf Wunsch kann sich auch die Ahornberger Wehrbeteiligen. (bkr)
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