Asylbewerber laden zum Fest der Nationen ein
Taufe zum Zuckerfest

Zwei kleine Erdenbürger erblickten in der Familienferienstätte bereits das Licht der Welt: (von links) Alfred Schuster, Daniel mit seinem Paten, Kifa mit Papa und Mama, Ursula Schuster mit Kifas Bruder sowie Bürgermeister Heinz Lorenz. Bild: kr
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Immenreuth
13.07.2016
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(kr) Seit 13. Mai haben zehn Flüchtlingsfamilien in der Familienferienstätte ein Zuhause. Das Mädchen Kifa und das jüngste Kind Daniel haben in der Oberpfalz das Licht der Welt erblickt. Beide sind im Geburtenregister des Immenreuther Standesamtes eingetragen. Daniel, Sohn einer christlichen Kurdenfamilie, wird am Freitag in der Kapelle der Familienferienstätte getauft. Auch die moslemischen Mitbewohner werden daran teilnehmen.

Aus Dankbarkeit laden die in Immenreuth, Kemnath, Zwergau, Brand und Hahneneggaten untergebrachten Asylsuchenden am Freitag von 17 bis 20 Uhr zu einem Fest der Generationen und Nationen in die Familienferienstätte ein. Gleichzeitig wird das Zuckerfest zum Ende des Ramadan begangen. Dazu bereiten die Asylbewerber Speisen ihrer Heimat zu.

"Es gibt keine Probleme mit den untergebrachten Asylanten, sie fallen nicht auf", sagen einstimmig der Geschäftsführer der Familienferienstätte, Alfred Schuster, und Bürgermeister Heinz Lorenz. Beschwerden gebe es keine. Die 40 Personen lebten sehr zurückgezogen und "sind unheimlich freundlich", Alfred Schuster.

Bemerkbar machen sich gelegentlich die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aus dem SOS-Kinderdorf, wenn sie kräftig in die Pedale ihrer Räder treten. "Fahrverbot" in dieser Beziehung hatten noch die Asylbewerber in der Familienferienstätte. Sie erhielten am Montag von einem Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Kemnath einen Fahrradkurs. Das Landratsamt Tirschenreuth unterstützt die Familienferienstätte mit Hausverwalterin Anita Heindl aus Kemnath. Ihr steht neben der Arbeiterwohlfahrt Tirschenreuth einen Kreis von über zehn ehrenamtlichen Helfern zur Seite. "Über mehr würden wir uns freuen", meinen Heindl und Helferkreismitglied Ursula Schuster. Beide schwärmten auch von der Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Vieles wird benötigt, ganz besonders Fahrräder. Beim Fest der Generationen und Nationen stellt sich der Helferkreis vor. Jeder, der mitarbeiten möchte, ist willkommen.
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