Baufirma beginnt am Montag mit Verlegung
Bahnsteig kommt weg

Am Montag richtete die BUG Verkehrsbau AG die Baustelle für die Verlegung des Bahnsteigs ein. Gezählt sind die Tage des alten eisernen Stegs (im Hintergrund). Im August wird er abgebrochen. Bild: bkr
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Immenreuth
15.03.2016
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Das Warten auf die Verlegung des Bahnsteigs Richtung Dorfmitte hat endlich ein Ende. Seit gut 20 Jahren war der Termin dafür immer wieder hinausgeschoben worden. Der Grund lag eher im Rathaus als bei der Bahn oder anderswo. Erst als die Regierung 2013 einen neuen Sachbearbeiter forderte und die Verantwortung dem damaligen Kämmerer und heutigen Bürgermeister Heinz Lorenz übertragen hatte, ging es vorwärts. Am Montag richtete die BUG Verkehrsbau AG in Berlin die Baustelle ein, Baubeginn ist am kommenden Montag.

1994 hatte die Gemeinde mit der Bahn die Auflassung des schienengleichen Bahnübergangs Richtung Zweifelau vereinbart. Eine neue Brücke entstand östlich des Bahnhofs, die Gemeindeverbindungsstraße nach Plößberg wurde verlegt. Zwei Jahre später wurden die Weichen für einen neuen Fußgängersteg und den Abriss des alten Stegs beim Bahnhof gestellt.

Eine Kostengrenze von damals 5 952 000 Mark oder 3 043 209 Euro wurde festgelegt. Bahn, Land und Gemeinde sollten jeweils ein Drittel tragen. Der kommunale Anteil wurde zudem über den sogenannten WAA-Topf finanziell unterstützt. 2003 verfügte die Regierung einen Baustopp. Die Kostengrenze war erreicht. Der neue Steg stand, der Bahnsteig war jedoch noch nicht verlegt.

Unterlagen bleiben aus


Die Regierung forderte für den Weiterbau Belege für die Kostenerhöhung. Die Unterlagen aber kamen nicht. Schließlich setzte die Regierung der Gemeinde 2013 eine Frist und forderte einen neuen Sachbearbeiter. Mit Heinz Lorenz nahm die Maßnahme wieder Fahrt auf. Das Bundesverkehrsministerium gab schließlich im Dezember 2015 grünes Licht für den Weiterbau.

Aufgrund des Ausschreibungsergebnisses erhielt die BUG Verkehrsbau AG in Berlin, Zweigniederlassung Dresden, den Zuschlag für die Verlegung des Bahnsteigs und den Abbruch des eisernen Bahnstegs. Die Gemeinde konnte zudem mit der BUG Verkehrsbau AG einen barrierefreien Zugang für das nördliche Gleis vereinbaren, der nicht Teil des Bauauftrags ist.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme, das heißt einschließlich der bisher erbrachten Bauleistungen, betragen nunmehr 3 801 612 Euro. Förderfähig sind davon 3 660 495 Euro. Nach Abzug aller Förderungen hat die Gemeinde 52 800 Euro zu tragen.

Fest statt Spatenstich


Bis zum 30. August sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Zwischen 3. April und 14. Mai müssen die Anlieger der Baustelle nächtliche Lärmbelästigungen hinnehmen. In dieser Zeit sind Nachtbaumaßnahmen genehmigt. Dies gilt ebenso für den Abbruch des alten Fußgängerstegs vom 7. bis 20. August. Einen Spatenstich wird es für den letzten Bauabschnitt nicht geben, dafür ein Bahnste(ak)gfest auf dem Park&Ride Parkplatz beim neuen Steg am Montag, 21. März. Ab 16 Uhr lädt dazu die Gemeinde ein. Getränke und Essen gibt es zum Preis von jeweils einem Euro.
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