Brandrede bei der Feuerwehr
Kreisbrandinspektor Otto Brauenreuther kritisiert Zunahme bei den Aufgaben für die Wehren

Vermischtes
Immenreuth
22.01.2016
16
0

Es sei nicht alles selbstverständlich, was die Feuerwehren machen. Immer mehr zusätzliche Aufgaben und steigende Einsatzstunden veranlassten Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther bei den Ahornberger Brandschützern zu einer provokanten Frage.

Ahornberg. "Was würde die Bevölkerung tun, wenn die Feuerwehr einmal in den Streik treten würde?" Bei 1695 Einsätzen im Vorjahr kamen die Dienstleistenden im Landkreis auf 33 640 Einsatzstunden. Immer neue Herausforderungen kämen dazu. "Irgendwann können wir es nicht mehr so unter einen Hut bringen", warnte Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther. Der "First Responder" oder Helfer vor Ort sei eine zusätzliche Aufgabe, die den Feuerwehren übertragen worden sei. Liege ein Baum über der Straße, werden nicht die Straßenmeisterei oder der gemeindliche Bauhof zur Beseitigung geschickt, sondern die Feuerwehr, weil sie ein zuverlässiger Ansprechpartner sei. Die Ehrenamtlichen werden nachts um drei Uhr aus dem Bett geworfen, kämen vielleicht durchnässt nach dem Einsatz nach Hause, dürften dann zur Arbeit gehen, und die Arbeitgeber müssten dann noch Verständnis dafür aufbringen. Für den Kreisbrandinspektor besitzt die "Ehrenamtlichkeit irgendwo auch Grenzen".

"Gott sei Dank" weiterer NachwuchsDie Feuerwehr hat keine Nachwuchssorgen. Unter den 146 Mitgliedern zählte sie zum Jahresende 68 Aktive und sechs Jugendliche, deren Stärke bis zur Jahreshauptversammlung auf neun anwuchs. "Gott sei Dank", sagte dazu Kommandant Wolfgang Zaus.

Zehn Einsätze, davon zwei Brände, und fünf Technische Hilfeleistungen schlugen sich in seiner Bilanz 2015 nieder. "Mehr Schweiß als Wasser lief bei den Leistungsprüfungen unter tropischen Wetterbedingungen im August", erinnerte er, aber auch daran, dass die Übungen gut besucht waren. Das galt bei den zusätzlichen Einsatzübungen in Schadersberg und in der Flötz. Bei Letzterer spielten die Ahornberger einen Vormittag lang alle Varianten eines Waldbrandes durch. Bestens bewährten sich dabei die digitalen Handfunkgeräte, ließ Zaus wissen.

Einen ausführlichen Bericht wird Jugendwartin Stephanie Greger bei der Jugendversammlung am Sonntag geben.

Die Arbeit der Ahornberger Floriansjünger lobte Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther: "Die Jugendarbeit ist immer spitze." Er hoffe, dass der Nachwuchs der aktiven Wehr treu bleibt. In das gleiche Horn stieß Bürgermeister Heinz Lorenz: "Die Feuerwehr ist sehr gut aufgestellt." (bkr)
Weitere Beiträge zu den Themen: First Responder (25)Einsatzstunden (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.