Bürgermeister macht Schützen Hoffnung
Bogenplatz in Schussweite

Für langjährige Treue ehrten Zweiter Schützenmeister Manfred Fischer, Bürgermeister Heinz Lorenz und Erster Schützenmeister Thomas Hößl (hinten von links) Robert Etterer, Rosa Heindl, und Rolf Schmitt (vorne von links). Bild: bkr
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Immenreuth
23.02.2016
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Die Hoffnung bei der Bogenabteilung der Schützengesellschaft auf einen eigenen Bogenplatz wächst. Einen solchen stellte die Gemeinde am Sonntag in der Jahreshauptversammlung in Aussicht.

Bürgermeister Heinz Lorenz informierte im Schützenheim über den Erwerb eines benachbarten Grundstücks. Ein Teil davon soll als "Sondergebiet Sport" ausgewiesen werden. Der Rathauschef hofft, dass dies im Außenbereich gelingt, um den Wunsch der Bogenschützen zu verwirklichen. Damit würde die Arbeit des Vereins belohnt und der Aufwärtstrend fortgesetzt werden.

Keinen Schweinebraten


"Ob positiv oder negativ ist noch offen", meinte Schützenmeister Thomas Hößl zur abgelegten Prüfung zum Gaststättengesetz. 600 Euro musste dafür der Verein berappen, dass das Schützenheim seit Jahresbeginn Schank- und Gaststätte ist. "Aber macht euch keine Hoffnung, es gibt keinen Schweinebraten", erklärte er zur offiziell erteilten Schanklizenz. Vielmehr habe die Gemeinde diese für Gartenfeste kostenlos ausgestellt. Mit Blick auf die Aktivitäten der Schützengesellschaft stellte Hößl fest: "Zwischenzeitlich sind wir ein kleines Unternehmen".

Schießleiter Jürgen Heinz beleuchtete die Erfolge der Schützen bei der Vereins-, Gau- und Bayerischen Meisterschaft. Günther Thätz und Lukas Zembsch vertraten den Verein bei der "Deutschen".

29 Jugendliche und sieben Erwachsene sind laut Jochen Nentwich aktiv in die Arbeit der Bogensportgruppe eingebunden. Dazu kommen Sechs, die schnuppern. 2016 haben die Aktiven bereits sieben Wettkämpfe bestritten. Roel Armbruster und Paul Müller wurden Landesmeister. Lukas Zembsch schaffte zum vierten Mal die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Halle. Turniere außerhalb des Verbandes bereichern die sportlichen Wettkämpfe. Dazu haben die "Bogenmamas" erstmals einen Zoiglabend organisiert.

Nachwuchssorgen plagen die Damen- und die Jugendabteilung. Damenleiterin Roswitha Pilger möchte hier Damenschießen anbieten, um wieder eine Mannschaft ins Leben rufen zu können. Der Frauenanteil in der Schützengesellschaft liege bei nicht ganz zehn Prozent, bedauerte Hößl ein. Eine Verstärkung der vierköpfigen Luftgewehr-Gruppe strebt Jugendleiter Sebastian Ponnath an. Um sieben auf 308 sei die Zahl der Mitglieder im Vorjahr gestiegen erklärte Hößl in seinen Rückblick. Er erinnerte unter anderem an die Königsproklamation, den Sachkundelehrgang, das Gartenfest, die 1200 ausgegebenen Essen beim Bürgerfest, das erstmals wieder angebotene Weihnachtsschießen und die Einsätze der Böllergruppe.

Einen Aufwärtstrend verbuchte auch Kassenführer Günther Nicolai. Seine Angaben hatten Roland Schäffler und Johann Etterer geprüft. Die Arbeit und das Angebot der Schützengesellschaft stufte Bürgermeister Lorenz als attraktiv und wichtig für die Jugendarbeit ein. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es bei den Damen und Jugendlichen der Luftgewehrgruppe wieder aufwärts geht.

Ausflug oder Zoiglfest


Was tun am 17. September? Die Frage stellte sich wegen der Einladung des Schützenvereins Sophienthal zu einem Tagesausflug nach Oberhof mit Besuch des Waffenmuseums Suhl. Für den gleichen Tag hat die Schützengesellschaft ihr zweites Zoiglfest geplant. Eine Lösung könnten die neu eingeführten Besprechungen für die Mitglieder an jeden letzten Freitag im Monat bringen. Die Versammlung begann mit einem Gedenken für die sechs im Vorjahr verstorben Mitglieder. Hößl würdigte besonders die Verdienste des langjährigen Vorsitzenden und Ehrenmitglieds Manfred Skuplich. Der "Ausnahmemensch" sei für den Verein gefahren, gelaufen und habe Geld für Bau und Erweiterung der Anlage zusammengetragen. (Kurz notiert)

Die JubilareDie wieder gewählten Schützenmeister Thomas Hößl und Manfred Fischer ehrten für 25-jährige Mitgliedschaft Rolf Schmitt sowie in Abwesenheit Theodor Lehner, Max Ott und Werner Pedall. Ausgezeichnet für 40 Jahre erhielten Robert Etterer und Rosa Heindl sowie Wolfgang Tretter Urkunden. (bkr)
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