Dienstleistungsunternehmen sägt unerlaubt Bäume ab
Einfach abgesägt

Eine unangenehme Überraschung erlebte Erwin Brunner. Holzdiebe waren nicht zugange. Ein Missgeschick von Waldarbeitern brachte ihn um 35 Bäume in seinem Gehölz. Bild: bkr
Vermischtes
Immenreuth
24.03.2016
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Unerlaubter "Grenzübertritt" bei der Familien-Ferienstätte. Nicht Flüchtlinge waren es, sondern Holzfäller. Sie hatten den Auftrag, in dem dazu gehörigen Wald vornehmlich Föhren zu roden.

Das circa 300 mal 75 Meter große Waldgrundstück allerdings gehört nicht alleine der gemeinnützigen Familien-Ferienstätten GmbH. Aus allen Wolken fiel Erwin Brunner, Besitzer des nördlichen Waldteils, als er plötzlich ein riesengroßes Loch auf seinem Gehölz entdeckte.

Grenze nicht gesichert


Er wurde zwar zuvor von der Maßnahme unterrichtet, doch die Grenzlinie war noch nicht gesichert. "Wenn ich nicht zufällig dazukomme, sägen sie mir alles ab", ärgert er sich heute noch. Vor dem Beginn der Abholzaktion hatte er noch eine eindeutige Festlegung der Grundstücksgrenzen verlangt. Dazu kam es nicht. 35 zum Teil 80-jährige Föhren waren der Motorsäge bereits zum Opfer gefallen, als Brunner den "Raubzug" auf seinem Grundstück bemerkte. Die Rodungsaktion wurde daraufhin bis auf Weiteres abgebrochen.

Das Waldstück hatte Erwin Brunner gehegt und gepflegt, die großen Bäume stehen lassen. Seine Mutter hatte sie noch mit angepflanzt. Die Bäume sollten noch wachsen. Das Holz benötigt er zurzeit nicht. Die Schuld für das Missgeschick nimmt das beauftragte Dienstleistungsunternehmen auf seine Kappe. Bei der Einweisung der Arbeiter sei es ereilt, hieß die Auskunft bei einer telefonischen Nachfrage. Die Familien-Ferienstätte hat sich entschuldigt und mehrere Möglichkeiten zur Schadensregulierung angeboten. Erst nach einem Gutachten eines Sachverständigen wird weiter gerodet.
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