Ehemaliger Bürgermeister und Sägewerksbesitzer Johann Schäffler stirbt mit 94 Jahren
Aus einem besonderen Holz

Johann Schäffler. Bild: bkr
Vermischtes
Immenreuth
25.02.2016
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Johann Schäffler lebt nicht mehr. Die "knorrige Eiche", wie ihn die Immenreuther gerne nannten, ist am Mittwoch überraschend im Alter von 94 Jahren gestorben. Er wird am Freitag zu Grabe getragen. Nach dem Requiem in der katholischen Pfarrkirche um 14.30 Uhr ist die Beerdigung.

Am 30. Dezember 1921 erblickte Johann Schäffler in Reuth bei Kastl das Licht der Welt. Sein Wahlspruch - "Älter werde ich später" - gilt nun nicht mehr. Zeit seines Lebens war er ein geschätzter und engagierter Bürger. Von 1955 bis 1963 leitete er als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Immenreuth. Von 1972 bis 1984 setzte sich der Freie Wähler als Gemeinderat für die Belange der Bürger ein.

Die berufliche Laufbahn begann im elterlichen Holzsägewerk in Immenreuth. Sie wurde durch den Kriegsdienst unterbrochen. Als Fallschirmjäger leistete Schäffler ab 1941 an allen Fronten Kriegsdienst. Am 3. Mai 1945 geriet er in kanadische Gefangenschaft. Aus ihr wurde er 1946 wieder entlassen.

Zurück in der Heimat baute er das zerbombte und ausgebrannte Sägewerk seiner Eltern wieder auf. Sein Vater war bereits 1945 verstorben. 1947 nahm das Sägewerk Schäffler seinen Betrieb wieder auf. Vor Jahren hatte der 94-Jährige bereits das Unternehmen an Sohn Roland übergeben. Dennoch arbeitete er bis zu letzt mit.

Letztes Gründungsmitglied


Johann Schäffler hatte sich auch um das Vereinsleben verdient gemacht. Seine Stimme wird er nicht mehr für den Sängerbund erklingen lassen können, dem er über 60 Jahre angehörte. Mit ihm verlor die Krieger- und Soldatenkameradschaft zudem das letzte Gründungsmitglied. Er gehörte außerdem dem Sportverein, dessen Ehrenmitglied er war, der Feuerwehr, den Keglern und Stammtischbrüdern an.

Um ihn trauern Tochter Christl, die Söhne Willibald und Roland mit ihren Familien sowie seine Schwestern Maria und Anna.
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