Gesundheitsamt beanstandet Grillstand des Sportvereins
Anonyme Anzeige ein böses Foul

Vermischtes
Immenreuth
02.02.2016
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Kaum im Amt und schon der erste Ärger: Heinz Lorenz war im Vorjahr eben erst zum Vorsitzenden des Sportvereins gewählt worden, schon schaute das Gesundheitsamt auf dem Sportgelände vorbei. Die Behörde war aufgrund einer anonymen Anzeige tätig geworden - just vor dem ersten Saisonheimspiel der Seniorenfußballer. Gaststätte und Grillstand sollten demnach nicht den Hygienevorschriften entsprechen.

Edelstahlküche eingebaut


Bei der Gaststätte habe es keinerlei Beanstandungen gegeben, berichtete Lorenz in der Jahreshauptversammlung. Allerdings musste der Grillstand auf den neuesten Stand gebracht werden, um die Auflagen zu erfüllen. Dabei sei in die Betongarage eine Edelstahlküche samt Grill, zweitem Waschbecken, Tisch und Dunstabzugshaube eingebaut worden. Ebenso musste alles gefliest werden, erklärte Lorenz auf NT-Nachfrage. Grundsätzlich sei die Maßnahme zwar richtig gewesen, doch die Art und Weise, wie es dazu kam, stößt dem Vorsitzenden sauer auf. Allerdings versucht er, die Angelegenheit sportlich zu nehmen. Jetzt habe Immenreuth "einen Megastand" im Vergleich zu anderen Vereinen.

Dass der finanzielle Rückschlag nicht so stark ausfiel, schreibt Lorenz mehrenen glücklichen Umständen zu. Zum einen hatte die "Erste" damals im Sommer erst mehrere Auswärtsspiele, zum anderen kam er zufällig günstig an die Edelstahlküche. Diese habe ihn ein Bekannter angeboten, der sie nicht benötigte - für einen Bruchteil des Kaufpreises von etwa 4000 Euro. Bei den Handwerkerarbeiten, unter anderem mussten die offenen Leitungen beseitigt werden, standen dem Sportverein drei Rentner zur Seite. Die Fußballer und Vorstandsmitglieder stellten sich als Handwerker zur Verfügung. Nach etwa 3 bis 4 Wochen war das rund 2000 Euro teure Werk dann vollbracht.

Fast neuwertige Einrichtung


Obwohl die Gaststätte bei den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes nicht durchgefallen war, wurde der SV auch hier tätig. Von einem älteren Ehepaar habe der Verein eine fast neuwertige Küchenzeile bekommen, die dann eingebaut worden sei. Hier seien dann nochmals 3000 Euro nötig gewesen, teilt Lorenz mit.

In der Versammlung dankte er allen Arbeitskräften, die ohne lang zu fragen mit angepackt haben. Besonders würdigte er Johann König, Jürgen Wittig und Hans Braun für ihren Einsatz. Bei der Gaststättenküche galt das Lob den Familien Pleier und Lautner. Wegen der Arbeiten musste der Verein jedoch durch den Wegfall von einigen Weihnachtsfeiern und Veranstaltungen einen Umsatzeinbruch um fast ein Drittel verkraften.
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