Helfer vor Ort Daniel Scharf führt Förderschülern seine Arbeit im Einsatz vor
Wie in echt – nur ohne Schmerz

Nur hinlegen und die Beine hoch - nicht so bei Daniel Scharf (rechts). Der Helfer vor Ort zeigte den Schülern auch, wie Patienten oder Verletzte auf einer Trage fixiert werden. Bild: ak
Vermischtes
Immenreuth
23.04.2016
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Blaulicht, Martinshorn, Rettungsdienst und Sanka - wie geht das? Diese Frage der Schulkinder beantwortete eine praktische Unterrichtstunde mit einem Helfer vor Ort. Der Rettungssanitäter zeigte, wie's funktioniert.

Einen Einblick in das lebensrettende Glied der Rettungsdienstkette erhielten alle Jugendlichen des Sonderpädagogischen Förderzentrums. Initiiert von Sozialpädagogin Manuela Kausler fuhr Rettungssanitäter Daniel Scharf mit dem Rettungsfahrzeug des BRK-Kreisverbandes Tirschenreuth vor.

Der ausgebildete Helfer vor Ort erzählte zunächst von seiner Arbeit als Rettungssanitäter. "Wir werden über die Rettungsleitstelle alarmiert, erfahren den Einsatzort und -art sowie den Umfang, falls überhaupt bekannt. Das Rettungsfahrzeug rückt immer mit zwei Mann als Besatzung aus." Scharf berichtete vom Einsatz bei Verkehrsunfällen, häuslichen und Berufsunfällen. Auch gehören akut erkrankte Personen zum Kreis der zu betreuenden Personen. Neben dem Rettungsdienstpersonal rückt fast immer ein Notarzt mit aus, um dem Erkrankten oder Verletzten beste Erste Hilfe leisten zu können.

Scharf berichtete von seiner Aus- und Weiterbildung. "Natürlich gehören auch Wochenenddienst, Blut und verletzte Menschen mit zu meinem Job - das weiß man, wenn man sich diesen Beruf oder dieses Ehrenamt aussucht", meinte der Helfer vor Ort, als er zur Freude der Mädchen und Jungs Sirene und Blaulicht einschaltete. Sie lauschten, als er ein kurzes Funkgespräch mit der Leitstelle führte. Als nächstes zeigte er die im Rettungsfahrzeug mitgeführte Ausrüstung. Sauerstoff- und Beatmungsgerät, den Arznei- und Verbandsmittelschrank samt Einwegspritzen sowie die Rettungs- und Wärmedecken, Schienen und den Einsatzkoffer für die Ersthilfe bei Erwachsenen und Kleinkindern.

Bei einem Schüler maß er mit einem Blutdruckmessgerät Pulsschlag und Blutdruck. Natürlich durften die Kinder auf der Sanka-Liege Probe liegen. Dabei demonstrierte er die fachgerechte Fixierung des Patienten und das Einfahren der Transportliege in das Rettungsfahrzeug.

Ebenso durften die Kinder auch den Transportraum und das Führerhaus näher inspizieren. "Da passt ja unsere ganze Klasse rein", stellte eine Schülerin erstaunt fest.
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