Jagdgenossen zahlen künftig Mahl aus eigener Kasse
Rehessen ein Muss

Vermischtes
Immenreuth
16.02.2016
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Den wichtigsten Punkt in der Jahreshauptversammlung hatte die Jagdgenossenschaft bereits im Januar abgearbeitet. Beim Beschluss über die freihändige Vergabe der Jagd war damals gleichzeitig die Entscheidung gefallen, den Jagdvertrag mit Manfred Veigl zu verlängern. Den neuen Kontrakt händigte ihm Vorsteher Karlheinz Pocker daher bereits am Freitag aus.

Die konstruktive Zusammenarbeit honorierte Veigl am Ende der Zusammenkunft mit einem Weißwurstessen. Nicht mehr im Pachtvertrag enthalten ist jedoch das traditionelle Rehessen. Auf dieses wollen die Jagdgenossen nicht verzichten. Sie entschieden, die Kosten dafür aus der eigenen Kasse zu übernehmen, es sei denn, dass außergewöhnlicher Ausgaben anfallen. Das wäre der Fall, wenn Wildschäden ausgeglichen werden müssten. Von solchen Aufwendungen blieb die Jagdgenossenschaft im abgelaufenen Jahr erneut verschont.

Baugebiet nicht vergrößern


Pocker informierte über den Verkauf eines alten Holzspalters und dem Erwerb eines leistungsfähigeren Gerätes mit einer Spaltkraft von 13 Tonnen. Durch den Verlust von 48 Hektar Jagdfläche schrumpfte das Revier auf 510 Hektar. Den Trend der weiteren Verminderung will die Gemeinde entgegentreten. Bürgermeister Heinz Lorenz informierte dazu, dass dem Antrag auf Erweiterung des Baugebiets Steinäcker eine Absage erteilt wurde. Der aufzustellende Flächennutzungsplan hat zum Ziel, unbebaute Flächen in den Ortsbereichen zu verdichten.

Vom Ausbau des Kernwegenetzes ist die Jagdgenossenschaft noch nicht betroffen. Die Prioritätenliste I sieht den Ausbau der Straßen von Ahornberg nach Poppenberg und von Plößberg nach Günzlas vor. Für weitere Maßnahmen bleibt laut Loranz ein Zeitrahmen von 20 Jahren.

Die Kassenprüfer Hubert Buchbinder und Alfred Bäumler bescheinigten Konrad Merkl eine saubere Kassenführung. Ein Dank richtete der Jagdpächter an die Landwirte. Sie helfen mit, Rehkitze bei der Wiesenmahd zu retten. 70 Prozent des Rehwildabschusses geht zwischenzeitlich auf das Konto des Straßenverkehrs. Veigl kündigte deshalb die Installation von Wildabweisern an. Auf der Strecke blieben auch 14 Füchse.
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