Junge Schweden aus der Oberpfalz

Bogenschießen macht Spaß. Der Leiter der Bogensportgruppe, Jochen Nentwich (hinten, Zweiter von links), gab Franziska und Max Dötterl (vorne von links) am Mittwoch nochmals die richtigen Tipps, und Opa Josef (links) bewunderte die talentierten Enkelkinder. Bild: bkr
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Immenreuth
13.08.2016
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"Dett är finnt i imenroit", findet Max Dötterl, und seine Schwester Franziska nickt zustimmend. "Es ist schön in Immenreuth", sagen beide. Mit ihren Eltern Michael und Jennifer sowie ihren beiden älteren Geschwistern Michelle und Victoria sind sie vor sieben Jahren nach Schweden gezogen.

Seit 1. Januar 2009 lebt die Familie in Östra Hunghult. Die nächst größere Stadt ist Seglora, östlich von Göteborg. Den Kindergarten besuchte der heute elfjährige Max noch in Immenreuth, seine beiden älteren Schwestern auch die Schule.

Freundlich wurden sie in der neuen Heimat aufgenommen, und die neue Sprache lernten sie schnell. Bei der Frage, ob es schwer war, Schwedisch zu lernen, schütteln beide den Kopf. Bei der Frage, könnt ihr noch richtig bayrisch, nicken sie eifrig.

Eigentlich sprechen sie mehrere Sprachen. Oberpfälzer Dialekt, Deutsch und Schwedisch. Englisch kommt in der Schule dazu. Ein bisschen Fränkisch ist auch von Oma Petra Bock aus Sophienthal dabei. Ihre Schulferien verbringen sie aber meistens bei ihren Großeltern Ulrike und Josef Dötterl in Plößberg (Gemeinde Immenreuth). Vier bis fünf Wochen sind sie jedes Jahr im Sommer in der Oberpfalz. Schließlich muss sich die über 14-stündige Fahrt mit Auto und Fähre auch lohnen.

Mit Opa Josef fanden Max und Franziska auch zum Bürgerschießen der Schützengesellschaft am vergangenen Wochenende. Nun, Max kennt Pfeil und Bogen schon etwas. Der zielsichere Junge nimmt auch drei Pokale als Erinnerung mit nach Hause. Franziska wird vielleicht im kommenden Jahr glückliche Gewinnerin einer Trophäe werden. Zumindest übten beide nochmals am Mittwoch mit dem Nachwuchs der Immenreuther Bogenschützen.

Arbeitsstelle übers Internet


Der Weg nach Schweden führte für die Geschwister über die berufliche Laufbahn von Papa Michael. Aufgrund betrieblicher Veränderungen suchte er als Kfz-Technikmeister eine neue Arbeitsstelle. Diese fand er über das Internet bei einem Motorradhändler in Skandinavien. Das war gleichzeitig das Sprungbrett zu einem großen Busunternehmen. Mama Jennifer fand als Zahnarzthelferin eine berufliche Tätigkeit. Etwas früher als in Bayern enden die Sommerferien für Max und Franziska. Am 22. August ist die schöne Zeit für Max und einen Tag später für die Schwester vorbei. Dann laden wieder viele Seen in der neuen Heimat zum Fischen ein. Und mit dem Papa fängt Max an, auf die Jagd zu gehen. Aber eines ist sicher: "Nächstes Jahr kommen wir wieder", versprechen beide.
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