KInder- und Jugendchor "Bunte Töne" feiert 10-jähriges Bestehen
Gesanglich aus den Kinderschuhen

Den Festgottesdienst gestaltete Pfarrer Markus Bruckner zusammen mit dem Kinder- und Jugendchor Bunte Töne. In der Predigt stellte der Geistliche einen Vergleich zwischen der Fußball-Europameisterschaft und dem Evangelium her. Bild: mez
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Immenreuth
28.06.2016
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Mit einem Gottesdienst und einem Fest feierte der beliebte Kinder- und Jugendchor "Bunte Töne" am Sonntag zehnjähriges Bestehen. Weder in der von Pfarrer Markus Bruckner zelebrierten Messe nach anschließend au dem Kirchplatz beließen es die Mädchen und Buben beim Singen.

Den Gottesdienst eröffneten die jungen Sänger mit dem Lied "Hör' mal auf die leisen Töne". Obwohl der Chor dies Gesangstexte zum Mitsingen ausgelegt hatte, schien niemand in der sehr gut gefüllten Kirche die sauberen und klaren Stimmen der Kinder und Jugendlichen stören zu wollen.

Zum Gloria stimmten sie "Ich lobe meinen Gott" an. Dem Zwischengesang "Laudato si" folgte bei der Gabenbereitung "Wenn das Brot, das wir teilen". Auch zum Sanctus "Sanna Sannanina", zum "Vaterunser", beim Friedenslied "Der Friede sei mit dir" sowie zur Kommunion mit "One of us" wurde klanglich deutlich, wie sehr sich der Chor auf sein Jubiläum vorbereitet hatte. Eines seiner ersten Stücke ("Es ist super-mega-stark dich, Herr, zu kennen!") trug der Chor als Schlusslied vor.

Dieser gestaltete aber nicht nur musikalisch die Messe mit. So trug Sofia Polzin die Lesung vor. Bei den Fürbitten von Anna König, Thea Ferber, Maya Seeberger und Johanna Schreyer, war dann auch schon mal ein kleiner Schemel notwendig, damit die jungen Sängerinnen über den Ambo schauen.

Mehr Auftritte gewünscht


Vor der Kommunion lud Pfarrer Markus Bruckner alle Kinder, die sich trauten, ein, in den Altarraum zu kommen. Er bedankte sich vor dem Schlusssegen unter dem langem Applaus der Pfarrangehörigen für die sehr schön gestaltete Messe des Kinder- und Jugendchores, den Gerlinde Haberkorn seit zehn Jahren leitet. Bruckner überbrachte auch die Anregung vieler Pfarrangehöriger, die sich solche Auftritte öfters auch bei einfachen Sonntagsgottesdiensten wünschten. Den Gottesdienst beendete das Trompetensolo "O Herr der Welt", vorgetragen von Sarah Lautner.

Auf dem Pfarrplatz wartete anschließend ein kleines Fest auf die Besucher. Für sie hatte sich der Chor die ein oder andere Überraschung hatte einfallen lassen. Neben einer Hüpfburg gab es Glitzertattoos und Kinderschminken, bei einem Luftballonwettbewerb wertvolle Preise zu gewinnen. Schautafeln informierten mit Fotos und Zeitungsartikeln über die Geschichte des Chores. Kulinarisch blieben unter anderem mit Kaffee und Muffins in den verschiedensten Variationen keine Wünsche offen.

Ständchen für Leiterinnen


Mit einem Ständchen überraschten Elisabeth und Katharina Hösl, Annemarie Zaus sowie die weiteren Chormitglieder Susanne Schmidt, Isabella Hauer und Gerlinde Haberkorn. Sie bedankten sich zudem jeweils mit einem großen Blumenstrauß bei den ersten drei Leiterinnen des Ensembles.

Im Leben den Blick nach vorne richten"Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert 90 Minuten." Mit diesem ersten Satz lenkte Pfarrer Markus Bruckner zu Beginn seiner Predigt das Interesse auf sich. Er stellte die Frage, was ein EM-Fußballspiel und das Evangelium, das vor rund 2000 Jahren entstanden ist, gemeinsam haben. In beiden Fällen gehe es um den Kampf des Körpers und gleichzeitig um den des Geistes. Viele Menschen hielten zwar ein Leben ohne Gott für aussichtslos, aber immer weniger seien bereit, auch etwas dafür zu tun, meinte der Seelsorger.

Wie bei einem Fußballspiel könne man sich nicht einfach in der Umkleidekabine verstecken, weil es einem an Kampfgeist fehlt. "Auf dem Platz liegt die Wahrheit", laute ein altbekannter Fußballspruch, dessen Sinn ebenso im heutigen Evangelium stehe. Dort sage Jesus, dass "keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat", für das Reich Gottes tauge. Beim Pflügen sei es immer wichtig, nach vorne zu schauen, damit gerade Bahnen entstehen. Wer jedoch überall hinblickt, brauche sich über schiefe Bahnen - auch im Leben - nicht zu beschweren.

Auch in der Pfarrgemeinde legten viele Menschen Hand an den Pflug, erklärte der Geistliche. So die Erstkommunikanten, Firmlinge, Ministranten oder die Mitglieder des Kinder- und Jugendchores. Dabei seien sie immer wieder versucht, nicht nur zurück, sondern auch nach links und rechts zu schauen. Als Beispiel nannte Bruckner die Ministranten, die von Mitschülern belächelt werden oder Kinder, die veräppelt werden, weil das Verlesen von Fürbitten "uncool" sei.

Der Geistliche forderte die Erwachsenen auf, sich wie die Kinder des Jugendchores nicht entmutigen zu lassen. (mez)
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