Nichts hält ewig
Webseite, Schilder, Wegenetz: Alle neu bei der Steinwald-Allianz

Verirren kann sich hier keiner mehr: So übersichtlich sieht bald die Wanderweg-Beschilderung im Naturpark Steinwald aus.
Vermischtes
Immenreuth
04.02.2016
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Neue Webseite, neue Schilder, neues Wegenetz. Die Steinwald-Allianz geht viele Projekte an. Eine neue Beschilderung scheint wohl dringlich: Die alten Schilder seien teils so unleserlich, dass sich Touristen im Steinwald verlaufen, stellten die Mitglieder fest.

"Nix hält ewig", machte Gästeführer Rudi Ehstand bei der ersten Sitzung des Zweckverbands Steinwald-Allianz in diesem Jahr klar. Der Mann hinter dem Beschilderungs-Konzept meint die Wegweiser. Zum Beleg zeigte er Bilder von verwitterten Schildern, die schon 30 Jahre auf dem Buckel haben und dringend ausgetauscht werden müssen. "Wenn man als Urlauber auf dem Parkplatz aussteigt, weiß man gar nicht in welche Richtung man laufen soll, um etwa zur Burgruine zu gelangen", erklärte Ehstand. Auch Vorsitzender Hans Donko sieht das Problem. "Was bringt es uns, wenn wir uns um Urlauber bemühen, die sich aber im Steinwald verlaufen und nie wieder kommen?" Das Konzept beinhaltet auch eine Anbindung der Mitgliedsgemeinden an den Steinwald über schon bestehende Wanderwege.

Je nach Pfostenzahl


Der Naturpark Steinwald um Vorsitzenden Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg und Geschäftsführer Ernst Tippmann kümmerte sich um die Förderung der Maßnahme von 50 Prozent sowie die zeitaufwendige Abstimmung mit dem Fichtelgebirgsverein und dem Oberpfälzer Waldverein. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 25 000 Euro. 25 Prozent der verbleibenden Kosten übernimmt die Steinwald-Allianz. Den Rest trägt je nach Pfostenzahl die betroffene Gemeinde.

"Die überarbeitete Webseite www.steinwald-allianz.de ist online". Diese Nachrichten überbrachte der Geschäftsführer der Steinwald-Allianz, Martin Schmid. Donko berichtete zur Jahresrechnung 2014, dass unter anderem wegen höherer Messe-Ausgaben und Projektstarts ein Fehlbetrag von knapp 8000 Euro entstanden ist, der jedoch bereits im Haushaltsjahr 2015 gedeckt werde. Weiterhin behandelte das Gremium das ländliche Kernwegenetz. Das Amt für Ländliche Entwicklung, das den gemeindeübergreifenden Wegebau fördert, bat die Gemeinden um eine Entscheidung, wer die Voraussetzungen erfüllt und beginnen möchte. "Nun sollten bald die Baumaschinen anrollen", fordert Vorsitzender Hans Donko.

Gemeinden statt Verbund


Unter den Bürgermeistern wurde auch über das Förderprogramm "Energieeffizienz-Netzwerk für Kommunen" diskutiert, das Prof. Dr. Brautsch vom Institut für Energietechnik im November am Landratsamt Tirschenreuth vorstellte. Als Ansprechpartnerin war Regionalkoordinatorin Dr. Susanne Stangl anwesend. Dabei kamen Fragen wie "Brauchen wir so ein Netzwerk?" und "Bringt es Gemeinden mit bestehenden Energiekonzept überhaupt etwas?". Die Beratungen erbrachten, dass aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen nicht der Verbund "Steinwald-Allianz", sondern jede Gemeinde für sich über den Beitritt entscheiden muss.
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