Rücktritt spült Vize an die Spitze
Michael Zimmerer löst Josef Ditschek als Chef der Wasserwacht ab

Michael Zimmerer (rechts) führt in den kommenden Monaten kommissarisch die Ortsgruppe der Wasserwacht. Seine erste Aufgabe war, Kurt Kellermann für die meisten Dienststunden im Schwimmbad sowie den bisherigen Vorsitzenden Josef Ditschek (links) und zu ehren. Bild: bkr
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Immenreuth
20.01.2016
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Bis zu den Neuwahlen 2017 wird Michael Zimmerer die Ortsgruppe der Wasserwacht führen. Vorsitzender Josef Ditschek trat, wie er zum Saisonabschluss im Oktober ankündigt hatte, von seinem Amt zurück.

Ungeachtet dessen sind die Rettungsschwimmer bemüht, in der bevorstehenden Saison wieder Dienst am Beckenrand zu leisten. Offen bleibt, ob an Wochenenden und Feiertagen alle Stunden auf dem Dienstplan abgedeckt werden können.

Dienst mit 16 Aktiven


290,5 freiwillige Wachstunden leistete die Wasserwacht in der vergangenen Saison. Auftakt war das Neujahrsschwimmen. Eine intensive Vorbereitung mit Wiederholung der Rettungsschwimmabzeichen in Silber, des Ersten-Hilfe-Kurses und des Umgangs mit der Ausstattung schlossen sich an. An heißen Wochentagen leisteten die 16 Aktiven zusätzliche Wachstunden. Josef Ditschek bedauerte in diesem Zusammenhang, dass das Angebot, "Dienst auf Abruf" an Wochentagen zu leisten, nicht angenommen wurde. "Die Wasserwachtler sind Individualisten, die gerne ihre Freizeit im Dienst der Allgemeinheit und des Roten Kreuzes gestellt haben", betonte er und dankte dafür.

Dass der Dienst erforderlich ist, verdeutlichte die Statistik des Technischen Leiters Markus Zeitler. 57 Mal wurde Erste Hilfe geleistet. "Gott sei Dank waren keine großen Verletzungen dabei. 33 Insektenstiche waren der große Renner", führte er aus, obwohl der Betreiber bemüht war, durch intensive Rasenpflege blühenden Klee kurz zu halten. Schürfwunden, Kopfverletzungen und Kreislaufversagen führten die Statistik weiter an. Die Ausbildung ergänzten acht Kameraden durch die Rezertifizierung Defi.

Auf die Wasserwacht sei Verlass, sie besitze einen guten Ausbildungsstand und eine gute Ausrüstung, stellte Bürgermeister und Geschäftsführer der Naturerlebnisbad-GmbH Heinz Lorenz fest. Er bedauerte den Rücktritt von Josef Ditschek.

Der Ortsgruppe bescheinigte Kreisvorsitzender Thomas Seiler eine vorbildliche Arbeit. Die Wasserwacht werde gebraucht, denn einen Besucherandrang von 2000 Gästen schaffe ein Schwimmmeister alleine nicht. Aussagen wie: "Die Wasserwacht braucht man nicht", sollte keine Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Zahl der Erste-Hilfe-Leistungen beweise das Gegenteil. Für Kinder seien oft ein kleines Pflaster oder ein Gespräch sehr wichtig.

Die Wasserwacht hänge an dem Bad, betonte Michael Zimmerer. Der zweite Vorsitzender übernimmt die Amtsgeschäfte bis zu den Neuwahlen 2017. Seine ersten beiden Handlungen waren, Kurt Kellermann und Josef Ditschek zu danken. Kellermann, dem er nachträglich zu seinem 70. Geburtstag gratulierte, für die im Vorjahr am meisten geleisteten Dienststunden am Beckenrand. Dafür hatte Zimmerer eine große Bildcollage zusammengestellt.

Die Arbeit von Josef Ditschek ehrte er ebenso. Zimmerer erinnerte an dessen Eintritt in die Wasserwacht im Mai 1976. Von 1987 bis 1991 führte er die Kassengeschäfte, wurde anschließend stellvertretender und erster Vorsitzender. Er organisierte die regelmäßigen Erste-Hilfe-Kurse, Saunabesuche, Monatsversammlungen und die Wiederholungen der Rettungsschwimmabzeichen. "Für mich ist die Wasserwacht nicht abgehakt", versicherte der zurückgetretene Vorsitzende.
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