Stundenlang auf den Knien
Ahornberger Brandschützer im Gerätehaus als Fliesenleger gefordert

Kommandant Wolfgang Zaus (hinten, Mitte), sein Stellvertreter Matthias Melzner (links) sowie die Vorsitzenden Gerhard Greger Hubert Scherm (stehend, Sechster und Siebter von links) dankten (sitzend von links) Alois Melzner, Georg Scherm und Alois Schönfelder sowie (stehend von links) Karlheinz Strößner, Klaus Ferber und Norbert Freiberger für ihre Treue zur wehr. Die Urkunden übergaben sie mit Bürgermeister Heinz Lorenz (rechts). Bild: bkr
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Immenreuth
19.01.2016
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Die Kasse stimmt, und die Kameradschaft bei den Brandschützern sowieso. Positiv war die Bilanz des Feuerwehrvereins, die Vorsitzender Gerhard Greger am Samstag bei der Jahreshauptversammlung vorlegte.

Ahornberg. In der voll besetzten Gerätehalle streifte Greger nicht nur die gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Hutzaabend, Maibaumaufstellen, Johannisfeuer, Familienwanderung, Schlachtschüssel und die Weihnachtsfeier. Sehr gut tat das 140. Gründungsfest der Kasse, ließ er wissen. Über 304 Arbeitsstunden verzeichnete der Vorsitzende beim Austausch der Fliesen in der Gerätehalle. Aus nicht erklärlichen Gründen wurden sie angehoben und gelockert. Teilweise brachen sie auch. Zu den Arbeitsstunden beim Fliesen, die sie weitgehend auf den Knien verbanden, addierte sich die Renovierung der Außenfassade des Gerätehauses.

Das finanzielle Geschehen listete Lothar Porst beim Blättern in den Kassenbüchern auf. Georg Scherm und Thomas Heser suchten vergeblich nach Fehlern in der Kasse.

Für langjährige Mitgliedschaft ehrte Gerhard Greger mit seinem Stellvertreter Hubert Scherm, Bürgermeister Heinz Lorenz sowie den Kommandanten Wolfgang Zaus und Matthias Melzner verdiente Brandschützer. Für 60 Jahre Treue zeichneten sie Primian Pscherer und Hans Stich aus, die jedoch krankheitsbedingt entschuldigt waren. Ebenso Hermann Vogtherr, der wie Norbert Freiberger auf 40 Jahre zurückblickt.

Vor einem halben Jahrhundert ließen sich Alois Melzner, Alois Schönfelder und Georg Schlicht bei den Brandschützern aufnehmen. Zu ihnen stießen vor 25 Jahren Klaus Ferber und Karlheinz Strößner.

Dorffest der Jugend


Neben dem Kameradschaftsabend, bei der die Sau der Lienlaser Wehr als Grundlage dient (siehe Kasten) laden die Brandschützer wieder zu den bekannten Veranstaltungen ein. Zudem findet erneut ein Dorffest statt, das die Jugend am 14. August ausrichtet, informierte Greger abschließend.

Pech fürs Glücksschweinchen"Die Sau ist tot": Kurz und bündig verkündete Vorsitzender Gerhard Greger, dass das inzwischen ausgewachsene Ferkel der Lienlaser Wehr sein Leben lassen musste. Das schwarz-weiß gefleckte Schweinerl war ein Geschenk der oberfränkischen Brandschützer 140. Jubiläum am 20. Juni vergangenen Jahres. Eine Bedingung war allerdings daran geknüpft: Wenn das 30 Kilogramm schwere Tier "g'scheit zur Sau gefüttert" ist, wollten die Oberfranken mit zum Schlachtfest eingeladen werden. Ein Fass versprachen sie mitzubringen.

Josef Heser aus Schadersberg pflegte und fütterte das Geburtstagsgeschenk bis zur Schlachtreife. Zweieinhalb Zentner brachte es auf die Waage, als es zum Schlachthof ging. Christian Scherm zerlegte es fachgerecht für die Tiefkühltruhe. Am 13. Februar wird es gemeinsam im Gerätehaus verspeist. (bkr)
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