Weg für Aufnahme in Familienferienstätte frei
Für bis zu 75 Flüchtlinge

Gut 90 Immenreuther verfolgten die außerordentliche Gemeinderatssitzung, in der es um die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ging - ohne Proteste. Bild: bkr
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Immenreuth
16.03.2016
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Die Gemeinde stellt sich der Herausforderung, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Den Weg, die Familienferienstätte für die Aufnahme zusätzlicher Asylbewerber dauerhaft zu öffnen, ebnete am Dienstagabend eine außerordentliche Sitzung des Gemeinderates.

14 unbegleitete Jugendliche im SOS-Kinderdorf und eine siebenköpfige Familie beherbergt die Kommune bereits. Aufgrund des erwarteten und auch eingetretenen öffentlichen Interesses tagte das Gremium in der Aula des Schulzentrums. Rund 90 Besucher verfolgten die Sitzung ohne Zwischenrufe oder Proteste.

Teilnehmer waren auch Landrat Wolfgang Lippert, Sozialamtsleiter Wolfgang Jäger vom Landratsamt, Polizeihauptkommissar Bernhard Gleißner von der Inspektion Kemnath, AWO-Kreisgeschäftsführerin Angelika Würner sowie Maria Staufer von der Asylberatung der Caritas. Bürgermeister Heinz Lorenz betonte, dass sich die Einstellung der Gemeinde durch die Diskussionen in der Vergangenheit nicht geändert hat. "Wir haben immer gesagt, eine Aufnahme von 60 bis 80 Flüchtlingen ist realistisch und integrierbar für Immenreuth."

In der Familienferienstätte werden maximal 75 Flüchtlinge aufgenommen. Die Zahl sei gedeckelt, sicherte Landrat Lippert zu. Nach Einschätzung aller werde das Kontingent nie voll ausgenutzt werden können.

Auf Vorschlag des Landratsamtes werden ab 1. April zehn Familienappartements mit jeweils fünf Betten angemietet. Der Vertrag ist bereits vorverhandelt. Ein zweiter Vertrag sieht die Anmietung weiterer Zimmer im Hausmeistertrakt mit einer Aufnahmekapazität von 25 Flüchtlingen vor. Das Landratsamt stellt einen Betreuer. Die Belegung kann laut Lorenz erst nach erfolgtem Umbau der Zimmer und der Schaffung der baurechtlichen Voraussetzungen, wie den brandschutzrechtlichen Bestimmungen, erfolgen.
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