Aus dem Wald direkt nach Freising

Lokales
Irchenrieth
07.03.2015
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Eine Sisyphusarbeit steht der Forstverwaltung im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weiden mit der Erstellung des neuen Vegetationsgutachtens bevor. In den 13 Hegegemeinschaften gilt es, in 231 Jagdrevieren 500 Stichprobenpunkte akribisch aufzunehmen.

(fz) Dieses alle drei Jahre zu erstellende Werk, früher Verbissgutachten genannt, erfasst und bewertet die Situation der natürlichen Waldverjüngung sowie den Verbiss und die Fegeschäden durch Schalenwild. Das Ergebnis ist dann die Grundlage für die Abschussplanung für die Jagdreviere, die von der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt Neustadt festgelegt wird.

500 Aufnahmepunkte

"Die Naturverjüngung des Waldes soll ohne Schutzmaßnahmen erfolgen, in Abstimmung mit Forstverwaltung, Waldbesitzern und Jägern", stellte Forstdirektor Gerhard Hösl bei der Auftaktveranstaltung vor 20 interessierten Hegeringleitern, Jagdvorstehern und Jägern im Enzenriether Wald heraus. Auf den Kontrollflächen werden an 5 Stichprobenpunkten je 15 Bäumchen, also 75 Stück, in der Höhe von 20 bis 130 Zentimeter ins Protokoll aufgenommen. Erfasst werden Art und Höhe, Leittriebverbiss, Verbiss im oberen Drittel sowie Fegeschäden. Soweit vorhanden werden außerdem an jedem der 5 Punkte die nächstgelegenen 5 Bäumchen unter 20 Zentimeter erfasst.

Andrea Sauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten demonstrierte den Teilnehmern die akribische, auf Zentimeter genaue Arbeit. Die Ergebnisse werden an allen 500 Aufnahmepunkten per Laptop direkt aus dem Wald an die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising übermittelt.

Ergebnisse im Herbst

Hösl plädierte für das Mitwirken von Waldbesitzern, Jagdvorstehern und Jägern bei den einzelnen Aufnahmen, um so eine höchstmögliche Transparenz herzustellen. Dies alles laufe in den nächsten zwei Monaten bis zum Beginn der Vegetation. Im Herbst werden die Ergebnisse vorliegen. Dann geht das Vegetationsgutachten im November an die 13 Hegegemeinschaften, die jeweils um die 10 bis 15 Jagdreviere vereinen.
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