Idylle am Johannisbrünnerl

Pfarrer Alfons Forster und Pfarrer Gerhard Schmidt feierten beim Johannisbrünnerl den Pilgergottesdienst. Bild: grm
Lokales
Irchenrieth
16.07.2015
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"Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste", lautet die Inschrift des Johannisbrünnerls. Die Wallfahrtsstätte im Wald bei Ödenthal war am Sonntag Ziel einer Sternwallfahrt der Pfarreien Michldorf und Roggenstein.

Die Gläubigen pilgerten betend und singend von Irchenrieth aus mit Pfarrer Alfons Forster und von Roggenstein aus mit Pfarrer Gerhard Schmidt an der Spitze zu der Gedenkstätte.

Die Andacht am Johannisbrünnerl umrahmte der Kirchenchor Michldorf unter Leitung von Patrizia Sellmayer mit Liedern wie "Freuet euch allezeit", "Magnifikat" oder "Madonna, schwarze Madonna". Pfarrer Forster erinnerte in seiner Predigt an die vielen Wallfahrten. "Wir Menschen sind Pilger auf dieser Erde. In seinem Unterwegssein weiß sich der gläubige Mensch auf dem Weg zu Gott." Dabei begegneten wir Gott in der Schöpfung und in der Natur. Sie sei das größte Kunstwerk, das es gebe. "Wer an der Schöpfung Freude hat, der ist dem Schöpfer dankbar", sagte der Geistliche. Nach Gebeten, Fürbitten und dem Segen stimmten alle in das Lied "Erde singe, dass es klinge" ein.

Die Seelsorger dankten den Frauen und Gemeindearbeitern von Irchenrieth, die die Wallfahrtsstätte geschmückt hatten. Die Landjugend Michldorf/Irchenrieth sorgte beim anschließenden Brünnerlfest für das leibliche Wohl. Die Besucher nutzten unter schattigen Bäumen die Zeit zu Gesprächen und wuschen sich nach altem Brauch die Augen mit dem Brünnerlwasser.
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