Keine Chance für Tempo 80

Lokales
Irchenrieth
03.02.2015
4
0

Keine schriftlichen Anträge, wohl aber eine Menge Fragen gab es in der Bürgerversammlung. Bürgermeister Josef Hammer konnte zwar nicht für alle Anliegen positive Antworten geben, aber doch Erklärungen.

Den Einstieg in die Diskussionsrunde machte Gabriele Hübner, die feststellte, dass das neue Baugebiet den Ort weiter aufwerten werde. "Es ist schön in einer Gemeinde zu leben, in der man weiß, dass die Verantwortlichen mit dem Vorhandenen gut umgehen", lobte sie. Sie regte an, im neuen Wohngebiet eine zentrale Parzelle frei zu lassen und hier eine Art Mittelpunkt für die Bewohner zu schaffen.

Das sah Bürgermeister Josef Hammer problematisch, weil es die unmittelbaren Anwohner sicher nicht haben wollten. Aus den Reihen der Zuhörer erhielt er Zustimmung, da sich hier die Neubürger quasi abschotten würden. Mittelpunkt im Ort sei der Dorfplatz und das solle er für alle sein.

Hübner fragte weiter wegen einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 80 auf der Bundesstraße über die ganze Länge entlang des Ortes mit den drei Einfahrten. "Das haben wir schon öfters versucht, aber es ist eine Bundesfernstraße und da wurde es immer abgelehnt, weil der Verkehr Vorrang hat", antwortete Hammer.

Abbiegespur wird gemacht

Eine weitere Frage kam zu einer Rechtsabbiegespur von der B 22 in die Leuchtenberger Straße. Hammer: "Das Straßenbauamt hat diese zugesagt." Sie werde eingerichtet, wenn es in der Nähe eine Straßenbaumaßnahme gebe. "Das ist angedacht", antwortete der Rathauschef auf die Frage von Richard Gilch, ob der Gehweg in der Leuchtenberger Straße bis zur Norma verlängert werde.

Hans Ram meinte, dass statt des Anbaues der Kinderkrippe an den Kindergarten ein Neubau an anderer Stelle besser wäre. "Wir können doch nicht den 20 Jahre alten Kindergarten leer stehen lassen und einen neuen bauen", entgegnete der Bürgermeister. Ram hält außerdem den Standort für das neue Feuerwehrhaus für nicht ideal. Auch hier pflichtete Hammer nicht bei.

Ram ergänzte, dass man bei all den neuen Baugebieten den Ortskern nicht vergessen dürfe. "Es steht kein Gebäude leer. Es ist auch niemand bereit, Grund abzutreten. Ich sehe keine Möglichkeit, wo hier die Gemeinde handeln könnte", antwortete Hammer.

Markus Bächer setzte sich für einen extra Grüngutcontainer im Baugebiet ein, den aber nach Hammers Ansicht niemand vor seinem Haus haben wolle. "Es geht um die Sauberkeit und Kontrolle." Deshalb werde man das Volumen für Grünabfälle im Bauhof erweitern.

Verkauf an Angrenzer

Josef Ram monierte, dass die Gemeinde ein Waldgrundstück verkauft habe, ohne es vorher öffentlich bekannt zu machen. Bürgermeister Hammer erklärte dazu, dass die 1800 Quadratmeter im Zuge des Waldwegebaues gekauft und dann an einen unmittelbaren Angrenzer abgegeben worden seien.

An der falschen Adresse war Gisela Härtl mit ihrem Anliegen. Sie sprach sich für einen Rad- und Fußweg vom Sportplatz nach Enzenrieth aus. "Genau nach dem Sportplatz beginnt das Gemeindegebiet Pirk", erklärte Hammer.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.